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Mittwoch, 4. März 2015
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BKW informiert über Stilllegung von AKW Mühleberg Bern - Mit dem AKW Mühleberg wird in der Schweiz erstmals ein Leistungsreaktor stillgelegt. Der Rückbau beginnt 2019 und dauert 15 Jahre. Wie man ein AKW samt radioaktivem Abfall fachgerecht entsorgt, erklärten BKW- und Behördenvertreter der lokalen Bevölkerung. Fortsetzung


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Kantone erhalten Geld fürs Schuldenmachen Bern - Schulden machen und dafür Geld erhalten: Das ist für die Kantone derzeit möglich. Ausländische Banken zahlen ihnen Zinsen, wenn sie kurzfristige Darlehen aufnehmen. Grund dafür ist der Negativzins der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Fortsetzung


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Netanjahu warnt vor Atom-Einigung Washington/Tel Aviv - Schon die Ankündigung der Rede war eine Brüskierung von US-Präsident Obama. Doch bei seinem eigentlichen Auftritt im Washingtoner Kongress legte Israels Premier Netanjahu mit starken Vorwürfen nach. Das Weisse Haus stehe vor einem historischen Fehler, sagte er. Fortsetzung


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Nur Servette führt 2:0 Genève-Servette liegt als einziges Team in den Playoff-Viertelfinals mit 2:0 in Führung. Der Sechste der Qualifikation setzt sich daheim gegen Lugano mit 2:1 durch. Fortsetzung



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USA macht Druck: «Beweise» für russische Unterstützung

Berlin - Russland unterstützt die Separatisten im Osten der Ukraine nach Einschätzung des US-Militärs mit etwa 12'000 Soldaten. Es handle sich um eine Mischung aus russischen Militärberatern, Bedienpersonal für Waffen und Kampftruppen.

fest / Quelle: sda / Dienstag, 3. März 2015 / 22:50 h

Das sagte der Kommandant der US-Heerestruppen in Europa, General Ben Hodges. Dazu kämen rund 29'000 russische Soldaten, die auf der besetzten Krim stationiert seien, sagte Hodges am Dienstagabend in Berlin. Nach den alten Verträgen dürfe Russland dorthin nur bis zu 25'000 Soldaten entsenden. Weitere 50'000 russische Soldaten halte die Führung in Moskau jenseits der ukrainischen Grenze auf dem eigenen Territorium für den Fall vor, dass die Separatisten wie schon Ende vergangenen Jahres einen schweren Rückschlag erlitten und die ukrainische Armee die Oberhand gewinne.

Darüber hinaus gebe es weitere Belege für die unmittelbare Verwicklung der Russen in die Vorgänge im Osten der Ukraine. So seien zwei zivile Drohnen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) im Osten der Ukraine mittels elektronischer Massnahmen vom Himmel geholt worden.

«Das funktioniert nicht mit Ausrüstung, die man im Keller zusammenbastelt», betonte Hodges. «Über diese Fähigkeit zur elektronischen Kriegsführung verfügen nur moderne Armeen - und das ist es, was die Russen zur Verfügung stellen, um OSZE-Drohnen herunterzuholen, die sie vermutlich gerade beobachteten».

Auch eine derartig grosse Masse von Artillerie und Raketen lasse sich nicht in Heimarbeit bauen. Dies sei nichts, was die Separatisten von den ukrainischen Truppen erobert hätten - oder nur zum Teil. «Das kommt aus Russland», erklärte Hodges.

Moskau hat eine Verwicklung russischer Soldaten im Ukraine-Konflikt stets vehement bestritten.

«Starke Reaktion» angedroht

US-Präsident Barack Obama, die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der französische Staatschef François Hollande haben sich derweil für eine «starke Reaktion» der internationalen Gemeinschaft im Fall eines grösseren Bruchs der Waffenstillstandsvereinbarung für die Ukraine ausgesprochen.

Diese Forderung sei am Dienstag bei einer Telefonkonferenz gestellt worden, teilte der Elysée-Palast in Paris mit. An dem Gespräch nahmen auch der britische Premierminister David Cameron, Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi und EU-Ratspräsident Donald Tusk teil.

OSZE soll Waffenruhe überwachen

Die prorussischen Rebellen kämpfen im Osten der Ukraine seit Monaten gegen die ukrainische Armee. Am 12. Februar unterzeichneten beide Seiten in Minsk unter internationaler Vermittlung einen Friedensfahrplan. Die Waffenruhe wurde seitdem jedoch mehrfach gebrochen, auch der Abzug schwerer Waffen geht nur langsam voran.

Um zu überprüfen, dass die Vereinbarungen von Minsk eingehalten werden, sprachen sich die sechs Politiker für eine Verstärkung der Mittel für die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) aus. Dies diene etwa dazu, die Einhaltung der Waffenruhe zu überwachen, hiess es in der Mitteilung des Elysée-Palasts.

 


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Social Web ist Attraktivitäts-Kriterium für Studis Bristol/Boston - Das Technologie-Angebot von Universitäten ist für ein knappes Drittel der angehenden Studenten ein wichtiges Kriterium vor dem Einschreiben. Rund 85 Prozent der Hochschüler kommunizieren darüber hinaus bereits auf Facebook mit ihren Dozenten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Unternehmen Jisc. Fortsetzung



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Das Winter-Kicker-Kalkül Eigentlich kann der Autor froh sein: 2022 wird er die sommerlichen Innenstädte - wie es aussieht - weitgehend Fussballfrei geniessen können, da die Fussball-WM in diesem Jahr nicht wie üblich den Hochsommer besetzt, sondern in die Finsternis des Spätherbst verbannt wird. Fortsetzung




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Endlich: SMS versenden mit Outlook 2007/2010 St. Gallen - Das mühsame Getippe ist vorbei. Als erster Schweizer Anbieter stellt ASPSMS.COM eine Anbindung an den Mobile Service von Microsofts Outlook 2007/2010 zur Verfügung. Ohne zusätzliche Software können SMS bequem via Outlook 2007/2010 versendet werden – und das auch noch günstiger als mit dem Handy. Fortsetzung

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Radiolino - Grosses Radio für kleine Ohren Radiolino ist das erste deutschsprachige Web-Radio der Schweiz für Kinder zwischen 3 und 12 Jahren. Das Programm richtet sich aber auch an Eltern, Grosseltern, Onkeln und Tanten, sprich an die ganze Familie. Fortsetzung


Kolumne
Meuchelmord an Humanismus und Aufklärung

Patrik Etschmayer

Der französische Autor und Profi-Provokateur Michel Houellebecq meinte in einem Interview mit dem deutschen Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» dass der Humanismus und die Aufklärung tot seien. Im Angesicht von Islamismus und Nationalismus, die immer bestimmender werden, keine absurde Idee. Nur, wer ist der Mörder? Die Mordopfer wurden gemeuchelt und sie liegen mit mehreren Messerstichen im Rücken auf dem Boden. Die Frage ist - wer war der Täter? Waren es die jubelnden Islamisten, die dort drüben gerade darüber streiten, ob sie von ihnen entführte Christen enthaupten oder verbrennen sollen? Oder waren es die besorgten national gesinnten Bürger dort hinten, von denen sich einige nach dem Marsch zum Schutz des Abendlandes vor dem Islamismus mit Brandsätzen zu einem Flüchtlingsheim aufmachen? Oder sind es jene populistischen Politiker, welche, obwohl selbst mit fetten Bankkontos ausgestattet, das Übel für alles immer ennet der Grenze verorten, egal in welchem Land sie auch sein mögen und dies von jedem erreichbaren Podest, Balkon oder von jeder Bühne in die Welt hinaus krakeelen? Oder sind es gar jene ultra-konservativen, klandestinen und tief-katholischen Vereinigungen, welche die Wiedererrichtung von Monarchien anstreben? Der Verdächtigen gibt es viele - vor allem auch, weil sich die alle ganz offensichtlich über das Ableben der Opfer freuen, ist das doch die grosse Chance, diese Ideen, die bedrohlicher als alle anderen für diese altertümlichen Ideologien sind, wieder los zu werden und die Menschen wieder in archaische Fesseln zu binden und Ungleichheit als unveränderliches Schicksal zu etablieren. Doch die Opfer wurden gemeuchelt. Hinterrücks und nicht frontal angegriffen. Keiner der genannten Verdächtigen erhob glaubhaft Anspruch darauf, auch der Mörder zu sein. Vielmehr sieht es so aus, als verberge sich noch eine Gestalt im Schatten. Doch unsere Augen vermögen nicht, das Dunkel zu durchdringen. Darum wenden wir uns noch einmal den Opfern zu und stellen fest, dass diese vor dem plötzlichen Ende ihrer Existenz schwer leidend gewesen sein müssen. Ausgezehrt sehen die Leichen aus, verhärmt, wie von bösartigen Parasiten der Lebenskräfte schon zu Lebzeiten beraubt. Eine Obduktion würde zweifelsfrei ergeben, dass die Messerstiche die Todesursache waren, in sich aber lediglich noch die Gnadenstösse waren, die den hoffnungslosen Existenzen einfach noch das unvermeidliche, ohnehin bald anstehende Ende, ja die Erlösung vom schrecklichen Leiden brachten. Doch was war die Krankheit oder der Parasit, welcher diese einst so starken Ideale so hat verfallen lassen? Dazu muss man vermutlich etwas tiefer gehen, bei der Obduktion. Und der Schock sitzt tief, als die Wahrheit offen gelegt wird. Es sind Geschwüre der Ungleichheit, die wie Krebs wucherten und den Glauben an diese Werte untergruben und sabotierten. Denn die Versprechen dieser Helden der Gleichberechtigung, die noch vor einem halben Jahrhundert in greifbarer Nähe schienen, verdampften seither eines ums andere wie Tautropfen unter einer sengenden Wüstensonne. Einkommensgerechtigkeit, soziale Fairness, die vertikale Durchlässigkeit der Gesellschaft, einfach verdunstet. Gleichberechtigung, die Chance, durch die eigene Arbeit zu etwas zu kommen und aus eigener Kraft eine Existenz aufzubauen? Für viele nur noch eine Phantasie. Deutschland zum Beispiel hat mehr Beschäftigte denn je gleichzeitig mehr Arme, als je zuvor, trotz einer Vollzeit-Arbeit zu wenig verdienen, um davon leben zu können. Während - in erschreckender Übereinstimmung mit der Akkumulationstheorie des angeblich schon längst zu Grabe getragenen Marxismus - die Reichsten immer reicher werden und alle anderen gezwungen sind, ihre Haut zu immer schlechteren Bedingungen zu Markte zu tragen. Dieser Druck auf die Massen ist natürlich auch ideal, um Vorurteile zu kultivieren und Hass zu säen. Hass gegen Ausländer, Hass gegen Frauen im Arbeitsleben, Hass gegen Kranke und Behinderte, gegen Alte und «Unproduktive» - kurzum, Hass gegen andere Menschen. Damit einhergehend wuchert danach natürlich auch der Hass gegen alle Ideen und Ideale, welche diesen Hass in Frage stellten, denn die Verachtung gegenüber dem «Anderen» wird existentiell, da diese ja Schuld an der eigenen Not - ob diese nun real oder nur wahrgenommen ist - zu sein haben. Dieses Gift konnte sich in den Körpern der Opfer natürlich nur verbreiten, weil die von Ihnen geprägten Gesellschaften irgendwann auch der völligen Wirtschaftsfreiheit Gastrecht bot, war doch die Idee, dass mit der individuellen Freiheit auch die ökonomische einhergehen sollte. War diese anfangs noch durch viele Regeln beschränkt, wurden immer mehr von diesen Beschränkungen abgebaut und über Bord geworfen; im Namen der Freiheit, Menschen als Werkzeug benutzen zu können, als Produktionsmasse und der Freiheit, möglichst viel Geld raffen zu können. Humanismus und Aufklärung vertreten Ideale, die vom ungehemmten(!) Kapitalismus mit Füssen getreten werden müssen, damit dieser sich verwirklichen kann. So entwickelten sich die egalitären Gesellschaften weiter und weiter weg von den wie Bannern voran getragenen Idealen. Krankheit und Unglücksfälle können Menschen wieder ins Elend stürzen und statt Hilfe wird diesen Menschen vor allem Verachtung zu teil: Alt, krank, arm? Schande, Schande, Schande! Kein Wunder, werden für viele (auch hier wieder gefühlte oder echte)Verlierer der Gesellschaft Modelle des Zusammenlebens wieder attraktiv, die wir eigentlich schon längst als überkommen und absurd betrachteten, da sie Sicherheit durch Restriktion, Geborgenheit durch Ausgrenzung von anderen bieten. Und sich darüber zu nerven, dass diese Aussteiger die Ideale unserer Gesellschaft verraten, ist ziemlich albern. Denn diese Ideale hat unsere Gesellschaft ja selbst schon längst verraten. Wer den letzten Messerstich gab, wird wohl nicht mehr herauszufinden sein. Doch die eigentliche Todesursache ist das Gift, welches die Opfer wehrlos gegenüber an sich schwachen Angriffen gemacht hat und all jene wieder Morgenluft wittern lässt, für die Freiheit nichts als Dekadenz und Gleichheit eine perverse Verdrehung einer göttlichen Ordnung der Unterdrückung ist.

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