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Die Top 10 der Swisscom StartUp Challenge stehen fest

Über 200 Startups haben sich beworben - so viele wie noch nie seit der ersten Durchführung 2012. Nun stehen die Top 10 fest. Diese werden sich am 16. August an der EPFL ins Zeug legen müssen, denn nur die besten fünf Startups fliegen ins Silicon Valley.

ja / Quelle: IFJ / Mittwoch, 13. Juli 2016 / 17:34 h

208 Startups haben dieses Jahr eine Bewerbung für die Swisscom StartUp Challenge eingereicht. Dabei dominiert mit über 90 Bewerbungen klar die Kategorie IT, Web und Software. Ebenfalls gut vertreten sind die Bereiche Hardware und FinTech mit je knapp 30 Bewerbungen. Weitere teilnehmende Start-ups kommen aus den Themenfeldern E-Commerce, AdTech sowie Big Data, E-Health, Smart Home und Security. Über 90% der teilnehmenden Jungunternehmen stammen aus der Schweiz. Dabei überwiegen Bewerbungen aus dem Einzugsgebiet der beiden Hochschulen ETH Zürich und Lausanne.

Interne Jury hat zehn Finalisten gekürt
Eine interne Jury, bestehend aus Innovations- und Produkte-Verantwortlichen sowie Top Management Vertretern, hat die Top 10 Startups selektiert. Die Jury nahm einerseits das generelle Potential der Startups unter die Lupe. Ebenfalls evaluierte sie die Chance für eine Zusammenarbeit oder die Implementierung der entsprechenden Technologie. Besonders überzeugt ist die Jury von folgenden zehn Startups: Advanon, Biowatch, Catch Eye, Fashwell, Lykke, Nanolive, qipp, Qumram, xorlab, Xsensio.

Pitch an der EPFL am 16. August
Mitte August lädt Swisscom gemeinsam mit venturelab die Top 10 Startups zum Pitch auf dem Campus der Ecole polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) ein. Dort bauen Swisscom und die EPFL im Rahmen ihrer strategischen Partnerschaft ein Kompetenzzentrum für Digitalisierung auf. Hier gilt es, die hoch dotierte Fachjury, u.a. bestehend aus Roger Wüthrich-Hasenböhler (Chief Digital Officer Swisscom) und Adrienne Corboud (Vize-Präsidentin EPFL) zu überzeugen. Die fünf besten Startups fliegen im Herbst ins Silicon Valley.

Advanon
Von drei Ex-Googlern gegründet, ermöglicht Advanon KMU, ihre offenen Rechnungen einfach, schnell und transparent zu finanzieren. KMU können ihre Debitorenrechnungen auf der Advanon Onlineplattform von Investoren finanzieren lassen und erhalten binnen 24 Stunden Liquidität. So können Unternehmen ihren kurzfristigen Liquiditätsbedarf optimal ihrem Geschäftsverlauf anpassen und auf lange Wartezeiten verzichten, während Investoren Zugang zu einer neuen Anlagekasse erhalten. Auch die Venture Kick Jury konnte das Zürcher Startup bereits überzeugen und gewann Ende 2015 130'000 Franken Startkapital.

Biowatch
PIN-Codes, Passwörter, Schlüssel, Kreditkarten unsere Identifikationsmöglichkeiten und Zugänge sind je länger je unübersichtlicher und nicht immer nutzerfreundlich.



Matthias Vanoni: Co-founder and CEO von Biowatch. /

Die biometrische Uhr des Walliser Jungunternehmens Biowatch will dem Abhilfe schaffen: Sie erkennt ihren Träger anhand seines Venenmusters und ermöglicht dadurch eine eindeutige und sichere Authentifizierung. Mittels Bluetooth und NFC können User mit der Uhr somit Onlinezahlungen vornehmen, ihr Auto entriegeln, sich automatisch in ihre Konten einloggen oder sich Zugang zu Gebäuden verschaffen. Bereits im letzten Jahr reiste Matthias Vanoni, Mitgründer von Biowatch, mit den venture leaders nach Boston und New York und sein Startup wurde zum ersten Mal in das TOP 100 Swiss Startup Ranking gewählt.

Catch Eye
Die Überwindung der Kluft von Videotelefonie und Real-Life Gespräch hat sich CatchEye vorgenommen. Das Startup entwickelte ein Videotelefonie Add-on, welches die Bildqualität von Videochats erhöht, und es den Gesprächspartnern ermöglicht, Augenkontakt herzustellen. Dies geschieht mithilfe einer Software, welche das Bild in Echtzeit optimiert und so das Gespräch persönlicher macht und die Kommunikation verbessert.

Fashwell
Täglich klickt man sich auf Instagram durch Tausende von Bildern, auf denen Models Kleider tragen, die man auch gerne tragen würde. Mit der Vision, Fashionprodukte im Internet dem User zugänglich zu machen und ihm die Möglichkeit zu bieten, diese zu kaufen, haben drei ETH-Absolventen Fashwell entwickelt: eine App, die einen bevorzugte Fashionprodukte online finden und kaufen lässt, ermöglicht durch einen Algorithmus zur Bildanalyse, der auf maschinellem Lernen basiert.

Lykke
Langsame Transaktionsprozesse, hohe Marktfragmentierung, Intransparenz: Die heutige Finanzarchitektur ist überholt und sollte ersetzt werden - diesem Credo hat sich Richard Olsen verschrieben: Der Gründer von Lykke möchte einen globalen Marktplatz entwickeln, auf welchem Finanzinstrumente jeglicher Anlageklasse und jeglicher Transaktionshöhe gehandelt werden können. Basieren soll der Onlinemarktplatz auf der Blockchain-Technologie, welche dezentral aufgebaut ist und die zeitgleiche Lieferung und Abrechnung von Transaktionen ermöglicht sowie die Transaktionskosten massiv senkt.

Nanolive
Wissenschaftler arbeiten für Wissenschaftler - unter diesem Motto ist das am Innovationspark der ETH Lausanne entstandene Startup Nanolive geboren. Nanolive ist eine neuartige Technologie, welche die dreidimensionale Erforschung lebender Zellen mithilfe eines Mikroskops ermöglicht, ohne diese zu beschädigen. Damit lassen sich insbesondere Fortschritte in der medizinischen Forschung erzielen, indem beispielsweise die Wirkung von Medikamenten an lebenden Zellen getestet werden kann. Das Team von Nanolive wurde bereits 2015 als Newcomer unter die besten Schweizer Startups, den TOP 100, gewählt.

Qipp
Digitalisierung der Immobilienbranche - das ist das Ziel des Basler ETH-Spin-offs qipp. Entstanden ist Allthings, eine App, die es Immobilienmanagern und Eigentümern erlaubt, digitale Services zu bündeln und die Beziehungen zwischen Eigentümern, Managern und Mietern zu verbessern. Allthings integriert eine ganze Reihe von digitalen Services wie zum Beipiel Zügelservice, Smart-Home-Lösungen oder Marktplätze für Mieter.

Qumram
Das Zürcher Startup Qumram widmet sich einem der zukunftsträchtigsten Märkte - Big Data. Qumram ist eine Big-Data Plattform, auf der jegliche Onlineinformationen lückenlos und rechtssicher aufgezeichnet und später zu einem beliebigen Zeitpunkt abgerufen werden können. Dadurch können Unternehmen ihre gesetzliche Nachweispflicht erfüllen, Betrug aufdecken durch die Analyse von Kundeninteraktionen und das Kundenerlebnis optimieren.

Xorlab
Xorlab ist ein ETH-Spin-off, welches eine Software-Lösung zur frühzeitigen Aufdeckung und Verhinderung von Clientseitigen Angriffen entwickelt hat. Darunter fallen unter anderem Spear-Phishing und Drive-by Infektionen, welche den Angreifern Zugang zur IT-Infrastruktur von Unternehmen verschaffen und oft zu einer Reihe weiterer gezielter krimineller Aktivitäten führen. Xorlab scannt Dateien und macht ausfindig, ob sie unbekannte Software-Schwachstellen ausnutzen oder nicht, bevor die Angriffe durchgeführt werden können. Das Team von Xorlab überzeugte vor Kurzem die Venture Kick Jury und gewann 130'000 Franken Startkapital.

Xsensio
Das an der ETH Lausanne entstandene Startup Xsensio hat ein Wearable entwickelt, welches die biochemischen Informationen an unserer Hautoberfläche nutzt, um non-invasiv und in Echtzeit Informationen über unseren Gesundheitszustand und unser Wohlbefinden zu liefern. Anders als herkömmliche Wearables basiert Xsensio auf Nanotechnologie, welche sich Informationen von Proteinen, Molekülen und Elektrolyten an der Hautoberfläche zunutze macht. Auch Xsensio wurde 2015 in das TOP 100 Ranking der besten Schweizer Startups gewählt und überzeugte dort als Newcomer mit der innovativen Technik.

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