Dr. Conrad Murray (56) wird vorgeworfen, Jacksons Tod im Juni 2009 «gesetzwidrig und ohne Vorsatz» herbeigeführt zu haben. Sollte er schuldig gesprochen werden, drohen dem Mediziner bis zu vier Jahren Haft.
Die Staatsanwaltschaft behauptete, Murray habe «ohne die nötige Vorsicht und Behutsamkeit» gehandelt, als er dem King of Pop Propofol - ein starkes Narkotikum - verabreichte, um den Star besser schlafen zu lassen.
Keine schwere Straftat
In den Unterlagen der Bezirksstaatsanwaltschaft von Los Angeles wird dem US-Doktor vorgeworfen, er habe «gesetzwidrig und ohne Vorsatz Michael Joseph Jackson getötet.». Weiterhin wird hervorgehoben, dass hier zwar ein «gesetzwidriger Akt» vorliegt, nicht jedoch eine «schwere Straftat».
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Sollte von Dr. Conrad Murray für die Konzerte fit gemacht werden: Michael Jackson. /


Conrad Murray erschien am gestrigen Abend, 8. Februar, vor einem Gericht in Los Angeles zur Anklageverlesung. Beim Betreten des Gebäudes erwarteten den Arzt hunderte von Jackson-Fans, die ihn anpöbelten.
Auf nicht schuldig plädieren
Ed Chernoff, der Anwalt Murrays, erklärte indes dramatisch die Verteidigungsstrategie: «Wir werden Kaution stellen, wir werden auf nicht schuldig plädieren und wir werden verdammt noch mal kämpfen.»
Murray hat eingeräumt, Jackson Propofol und andere Beruhigungsmittel verabreicht zu haben, weist aber von sich, etwas getan zu haben, dass Jacko hätte umbringen können.
Propofol wird normalerweise Patienten vor einer Operation verabreicht, um sie schlafen zu lassen.
Todesursache Totschlag
Michael Jackson starb am 25. Juni 2009 an einer «akuten Propofol-Vergiftung». Vor einigen Tagen fügte die zuständige Gerichtsmedizin den Anhang «durch eine weitere intravenöse Injektion» hinzu. Als Todesursache wird «Totschlag» aufgeführt.
Murray war angestellt, um Jacko für seine Comeback-Konzertreihe 'This Is It' im letzten Sommer fit zu machen.