Dies teilte Finanzminister Yoshihiko Noda am Mittwoch mit. Zudem müssten Banken und Handelshäuser künftig mehr Informationen über ihre Devisen-Positionen veröffentlichen. Mit den Schritte hoffe die Regierung, dem Kursanstieg des Yen Einhalt zu gebieten.
Der Yen stieg nach Ankündigung der Massnahmen allerdings weiter zum Dollar. Analysten erklärten, viele Marktteilnehmer seien enttäuscht, weil die Regierung eine Intervention am Devisenmarkt nicht ausdrücklich erwähnt habe.
Die japanische Notenbank teilte mit, sie hoffe, dass die Schritte der Regierung die Währung stabilisieren.
Einkaufsstrasse in Tokio: Japan ist fast ausschliesslich bei den eigenen Bürgern verschuldet. /


Die Bank of Japan werde weiterhin genau beobachten, inwieweit die Bewegungen auf den Devisenmärkten die Wirtschaftsaussichten beeinträchtigten.
Der Yen war in der vergangenen Woche auf ein Rekordhoch zum Dollar geschnellt und hat sich seitdem kaum verbilligt. Durch den Kursanstieg werden japanische Waren im Ausland immer teurer, was die Geschäfte von Exporteuren wie Toyota oder Sony belastet.
Bonität heruntergestuft
Zuvor hatte die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit Japans herabgestuft. Die Bonität sinkt um eine Note von «Aa2» auf «Aa3», wie die Agentur mitteilte. Der Ausblick für die Bonität der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt bleibt «stabil».
Moody's begründet die Herabstufung mit Japans hohem Haushaltsdefizit sowie dem Anstieg der Staatsschulden seit der globalen Rezession in 2009.
Japan hat unter allen Industrieländern die höchsten Staatsschulden, die sich inzwischen auf rund 200 Prozent des Bruttoinlandsprodukt belaufen. Japan ist allerdings fast ausschliesslich bei den eigenen Bürgern verschuldet.