Über grössere Schäden wurde aber nichts bekannt. Nach den Angaben des Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) lag das Zentrum des Bebens zwischen Parma und dem Apennin-Gebirge in 60 Kilometern Tiefe. Die Gegend sei bekannt für bis zu 70 Kilometer tief gelegene Beben, die sich regional «ausbreiteten», dadurch aber auch gedämpft würden, hiess es.
Das Erdbeben war auch in Turin und Bologna sowie in Venetien und der Toskana deutlich zu spüren. Vorsichtshalber wurden kurzzeitig mehrere Zuglinien unterbrochen und mehrere Gebäude sowie die Börse in Mailand evakuiert. In der Region Parma sollen die Schulen am Samstag geschlossen bleiben und die Gebäude auf Risse untersucht werden.
In der Schweiz deutlich zu spüren
Gemäss dem Schweizerischen Erdbebendienst an der ETH Zürich war das Beben auch in der Schweiz spürbar.
Ein Erdstoss erschütterte Norditalien und war u.a. auch in Mailand deutlich zu spüren gewesen. /


Das Beben vom Freitag sei in der Schweiz «stärker und grossflächiger» verspürt worden als jenes, das vor zwei Tagen Norditalien erschüttert habe.
Es sei etwas stärker gewesen, habe aber zugleich tiefer gelegen als das Beben vom Mittwoch, schrieb der Erdbebendienst auf seiner Internetseite. Damals hatte die Erde in Norditalien mit einer Stärke von 4,9 auf der Richterskala gebt.
Der Erdstoss, der am Mittwoch etwa zehn Sekunden gedauert hatte, liess in Mailand einige höhere Gebäude leicht erzittern. Grössere Schäden gab es aber keine.
Wie die ETH schrieb, sind Erdbeben dieser Stärke in dieser Region Italiens nicht ungewöhnlich. Es bestehe wahrscheinlich kein direkter Zusammenhang zum Beben vom Mittwoch. «Beide (Beben) sind aber Ausdruck der tektonischen Situation rund um die Po-Ebene», hiess es.