Diese hätten sich in der Nähe des Hauses, in dem sich der mutmassliche Serienattentäter verschanzt hält, ereignet. Innerhalb einer Minute seien drei Explosionen zu hören gewesen, berichteten Augenzeugen vor Ort. Unmittelbar vor den Explosionen hatten sich Feuerwehrleute auf einen Einsatz vorbereitet.
Der 23-Jährige wolle sich nicht ergeben, sagte der französische Innenminister Claude Guéant. Nach seinen Angaben gab es in den vergangenen Stunden keine Gespräche mehr mit Mohamed Mehra.
«Wir haben während der Nacht keinen Kontakt mit ihm gehabt, alle Hypothesen sind möglich; wir hoffen, er lebt noch», sagte Guéant am Donnerstag dem Fernsehsender RTL.
Priorität der Polizei sei es, den Mann lebend zu fassen. /


Priorität der Polizei sei es, den Mann lebend zu fassen, damit er sich vor der Justiz verantworten muss. Mehra habe erklärt, er wolle mit der Waffe in der Hand sterben.
Dementi aus Afghanistan
Der selbst erklärte Gotteskrieger war entgegen ersten Informationen bei seinen beiden Afghanistan-Aufenthalten nicht inhaftiert. Die Regierung der südafghanischen Provinz Kandahar dementierte entsprechende Angaben vehement.
«Nach den gesamten Unterlagen der Justiz- und Sicherheitsbehörden in Kandahar haben wir nie einen französischen Staatsbürger namens Mohamed Merah inhaftiert», teilte das Büro des Gouverneurs in der Nacht zum Donnerstag mit. Es widersprach damit Angaben des Direktors des Zentralgefängnisses in Kandahar-Stadt, Ghulam Faruk.
Faruk hatte am Mittwoch gesagt: «Wir haben Dokumente, die zeigen, dass Merah 2007 in Kandahars Zentralgefängnis unter unserer Obhut war.» Dem Häftling sei danach die Flucht gelungen.