Das besagt eine neue Studie der University of Michigan Medical School, die ihre Forschungsergebnisse im Fachjournal Pediatrics veröffentlicht hat.
1'400 Kinder analysiert
Für die Analyse wurden die Daten von über 1'400 Kindern im Alter von zehn bis zwölf Jahren erhoben und ausgewertet. Dabei wurde die Kraft der Kinder sowie die Leistungsfähigkeit des Herz-Lungen-Systems untersucht, um neben der reinen Kraft auch zu testen, wie gut der Körper imstande ist, den Sauerstoff während der Krafttests zu den Muskeln zu transportieren.
Gemessen wurden bei jedem Kind auch der Body-Mass-Index (BMI), Bauchumfang und Blutwerte wie Blutdruck, Glukose, Cholesterin-Werte und Triglyceride. Durch diese Messungen wurde ein Risiko-Score entwickelt.
Muskelkraft bei Kindern senkt das Risiko, später an Diabetes oder am Herzen zu erkranken. (Symbolbild) /


Die Messungen ergaben auch, dass es einen starken negativen Zusammenhang zwischen physischer Kraft beziehungsweise Fitness und dem Risiko für Herzerkrankungen oder Diabetes gibt.
Bessere Herz-Kreislauf-Fitness
Mädchen und Buben mit einem grösseren Kraft-zu-Gewicht-Verhältnis hatten einen geringeren BMI, weniger Körperfett, schmälere Taillen eine höhere Herz-Lungen-Fitness und signifikant geringere Marker für das kardiometabolische Risiko. «Bislang war die Ansicht weit verbreitet, dass sitzende Aktivitäten sowie eine geringe Herz-Kreislauf-Fitness das Risiko von Diabetes, Herzkrankheiten und Schlaganfällen erhöhen», so Studienleiter Mark Peterson.
«Unsere Entdeckung zeigt aber, dass Muskelkraft eine genauso grosse Rolle im Kampf gegen Herz- und Kreislauf-Erkrankungen sowie Diabetes spielt», meint Peterson. Die Forscher meinen daher, dass Aktivitäten, die nur die Muskeln stimulieren, genauso wichtig sind, wie die normalen sportlichen Betätigungen. «Je stärker du bist im Verhältnis zu deinem Körpergewicht, desto gesünder bist du», sagt Peterson abschliessend.