Grundlage der künftigen Beziehungen sollen ein geplantes Freihandelsabkommen (FHA) sowie die aktualisierte Fassung eines seit acht Jahren wirksamen Rahmenabkommens für Handel und Zusammenarbeit sein, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung.
«Das Wichtigste ist, dass wir uns auf eine praktischere Zusammenarbeit zubewegen als in der Vergangenheit», sagte der tschechische Präsident Vaclav Klaus. Als EU-Ratspräsident traf er zusammen mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso den südkoreanischen Staatschef Lee Myung Bak.
Klaus schloss allerdings den Abschluss des Abkommens über eine Liberalisierung des bilateralen Handels bis zum Ende der tschechischen Ratspräsidentschaft im Juni «definitiv» aus.
Die Unterhändler beider Seiten seien aufgerufen worden, die Vorbereitungen für eine endgültige Fassung des Abkommens zu beschleunigen.
Der südkoreanische Staatschef Lee Myung Bak. /


Es werde nicht einfach sein, die noch bestehenden Probleme zu lösen, sagte Südkoreas Präsident.
Bekenntnis für offene Märkte
Als grösstes Problem bei den Verhandlungen, die vor zwei Jahren aufgenommen und ursprünglich bis Ende 2008 abgeschlossen werden sollten, gilt die Zollrückerstattung in Südkorea.
Aus Wettbewerbsgründen erlaubt die EU in den Freihandelsabkommen prinzipiell diese Praxis nicht, bei der Unternehmen Abgaben auf Importwaren zurückerstattet bekommen, die für den Export weiterverarbeitet werden. Die EU ist nach China der zweitgrösste Handelspartner für Südkorea und zudem der grösste Investor.
Barroso nannte das geplante Freihandelsabkommen mit dem ostasiatischen Land das bisher ehrgeizigste und grösste für die EU. Beide Seiten hätten beim Gipfel in Seoul ihr Bekenntnis für offene Märkte bekräftigt.