Fast 1,8 Millionen der Schweizer Stimmberechtigten legten ein Nein in die Urne und folgten dem Bundesrat, den bürgerlichen Parteien und den Wirtschaftsverbänden, die vor dem Verlust von 5000 bis 10'000 Arbeitsplätzen gewarnt haben.
Nur rund 836'000 Menschen befürworteten das von der GSoA lancierte und von der SP, den Grünen, zahlreichen pazifistischen, feministischen, kirchlichen und umweltpolitischen Organisationen sowie Hilfswerken unterstützte Volksbegehren.
Nidwalden
Das deutlichste Nein resultierte in Nidwalden mit 88 Prozent.
Keine Chance für das Verbot von Kriegsmaterial-Exporten. (Archivbild) /


Hinter Nidwalden folgten Uri und Obwalden mit Nein-Anteilen von über 80 Prozent. Das Gros der Kantone verwarf das Volksbegehren mit Nein-Anteilen von über 70 Prozent.
Westschweizer Kantone
Unter 70 Prozent lagen vor allem die Westschweizer Kantone, deren Nein-Anteile mit Ausnahme von Freiburg und Wallis unter 65 Prozent lagen. Mit 51,9 Prozent Nein-Stimmen am knappsten fiel das Resultat im Stadtkanton Genf aus, der eine besonders aktive GSoA-Sektion kennt.
Basel-Stadt
Einen ähnlichen Wert erreichte die Initiative nur noch in Basel-Stadt (53,1%), dem einzigen Deutschschweizer Kanton, wo der Nein-Anteil unter 65 Prozent lag.
Dass Nidwalden der Initiative die deutlichste Abfuhr erteilte, dürfte im Zusammenhang mit den Pilatus-Flugzeugwerken stehen, die ihren Sitz in Stans haben. Die Nidwaldner Stimmberechtigten befürchteten offensichtlich, negative Konsequenzen eines Waffenexportverbots für die Hersteller der militärischen Trainingsflugzeuge.
In Zeiten einer schweren Rezession mit einer Arbeitslosenquote von zuletzt 4 Prozent (Oktober) dürfte die Angst vor Stellenabbau auch in allen anderen Kantonen den Ausschlag zugunsten eines Neins gegeben haben.