Der sinkende Wechselkurs brockte der SNB einen Bewertungsverlust von knapp 3 Mrd. Fr. auf den riesigen Euro-Vorräten ein. Im ersten Quartal stiegen die Euro-Bestände wegen der massiven Käufe von 37 auf 56,4 Milliarden. Wenn die SNB ihre Bilanz zu stark mit ausländischen Devisen aufbläht, wächst das Inflationsrisiko.
Aufgefangen werden die Euro-Verluste durch bessere Bewertungen der Dollar-Bestände, Zinsen- und Dividenden-Erträge und Kursgewinne auf Obligationen. Der Verlust auf Fremdwährungs-Positionen insgesamt betrug im ersten Quartal daher nur 900 Mio. Franken, wie die SNB mitteilte. Vor einem Jahr war hier indes noch ein Gewinn von 1,3 Mrd. Fr. erwirtschaftet worden.
Steigender Goldpreis
Stark gestützt wird das Ergebnis vom steigenden Goldpreis: Das Edelmetall in den Tresoren der Währungshüter wird um 1,3 Mrd. Fr. besser bewertet. Vor einem Jahr hatten die Goldreserven der SNB allerdings noch einen Bewertungsgewinn von 4 Mrd. Fr.
Die Schweizerische Nationalbank verbucht im ersten Quartal einen Milliarden-Gewinn. /


verschafft.
Positiv entwickelte sich der Stabilisierungsfonds, in den ab Oktober 2008 faule Papiere der Grossbank UBS ausgelagert wurden. Zwischen Anfang Januar und Ende März konnten UBS-Papiere für 1,1 Mrd. Dollar verkauft werden. Das Marktumfeld für die Papiere habe sich verbessert, so die SNB.
Stabilisierungsfonds lieferte 900 Mio Fr.
Unter dem Strich lieferte der Stabilisierungsfonds 900 Mio Fr. an das SNB-Ergebnis. Auf die Möglichkeit, zum Ausgleich eventueller Verluste des Fonds 100 Mio. UBS-Aktien zu erwerben, können die Währungshüter im Moment verzichten. Dadurch fliessen knapp 500 Mio. Fr. an die SNB zurück, die Ende 2009 im Zusammenhang mit der Verlustabsicherung durch UBS-Aktien eingesetzt werden mussten.
Die vom Gesetz vorgeschriebenen Rückstellungen für die Sicherstellung der Währungsreserven belaufen sich im laufenden Jahr auf 3,9 Mrd. Franken, wie die SNB weiter bekannt gab. Die Auschüttungsreserve, die nur einmal pro Jahr festgelegt wird, betrug Ende März - wie schon Ende 2009 - 14,6 Mrd. Franken. Ihre definitive Höhe für 2010 steht erst zum Jahresende fest.