Mit einer 20 Meter langen Fahne in Regenbogenfarben rannten die Aktivisten den Leningradskij Prospekt entlang.
Dabei hielten sie Plakate mit der Aufschrift «Rechte für Homosexuelle» in die Höhe und riefen Parolen wie «Homophobie ist eine Krankheit». Die Aktion dauerte keine fünf Minuten, bevor sich die Demonstranten zerstreuten.
Beck erklärte nach der Kundgebung, es sei «ein grosser Erfolg, dass Moskaus Lesben und Schwule Flagge gezeigt haben, ohne dass es zu gewalttätigen Ausschreitungen und Verhaftungen kam».
Es war das erste Mal in fünf Jahren, dass eine Homosexuellen-Kundgebung friedlich ablief. In den vergangenen Jahren war stets die Polizei eingeschritten, dabei kam es teils zu gewaltsamen Übergriffen.
Polizei zurückhaltend
Dieses Jahr kam ein einziger Polizeiwagen erst zehn Minuten nach Ende der Kleindemonstration.
Erstmals seit fünf Jahren verlief eine Homosexuellen-Demonstration friedlich. /


Allerdings hatten sich an mehreren Punkten der Stadt Hunderte Polizisten und Angehörige der auf Anti-Terror-Einsätze spezialisierten Sonderpolizei OMON positioniert. Sie sollten die von den Behörden verbotene Kundgebung verhindern.
Der Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow hatte die zum fünften Mal geplante Gay Pride verbieten lassen. Er nannte Kundgebungen dieser Art «Werke des Teufels». Ein Moskauer Gericht bestätigte das Verbot.
Homosexualität wird in Russland mit seiner einflussreichen russisch-orthodoxen Kirche weitgehend tabuisiert. Strafbar ist Schwulsein aber nicht. Der Moskauer Bürgermeister wirft den Homosexuellen vor, die öffentliche Moral zu verderben und Krankheiten wie Aids zu verbreiten.