In Interviews mit verschiedenen Medien äusserte er seine Bedenken über die möglichen Folgen der KI für die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Sicherheit.
Hinton warnte vor allem vor der Gefahr von Falschinformationen, die durch KI erzeugt werden können. Er sagte, dass das Internet mit
gefälschten Fotos, Videos und Texten überschwemmt werden könnte, die von der Wahrheit nicht mehr zu unterscheiden seien. Er nannte dies eine «unaufhaltbare Bedrohung», die von böswilligen Akteuren ausgenutzt werden könnte. Er forderte eine weltweite Regulierung der KI, um solche Missbräuche zu verhindern.
Hinton kritisierte auch den Wettstreit der IT-Riesen um die Entwicklung von KI-Systemen.
Wohin führt uns in Zukunft die KI-Technologie? /

Geoffrey Hinton an einer Vorlesung über neuronale Netze an der University of British Columbia. /


Er sagte, dass Google bis letztes Jahr sehr verantwortungsvoll mit der Technologie umgegangen sei, aber dann unter Druck geraten sei, nachdem Microsoft seinen Chatbot in die Suchmaschine Bing integriert habe.
Dies habe Google dazu veranlasst, ebenfalls einen Chatbot namens Bard zu entwickeln. Hinton befürchtete, dass dieser Wettlauf zu einem globalen Wettlauf eskalieren und zu unerwarteten Verhaltensweisen der KI-Systeme führen könnte.
Hinton äusserte sich zudem besorgt über die Auswirkungen der KI auf den Arbeitsmarkt. Er sagte, dass Chatbots wie
ChatGPT viele Routineaufgaben übernehmen und Arbeitskräfte ersetzen könnten, die als Anwaltsgehilfen, persönliche Assistenten, Übersetzer und andere tätig sind. Er sagte, dass dies zu einem grossen sozialen Umbruch führen könnte, für den man sich vorbereiten müsse.