Die 41-Jährige hat Vanhanen zuvor schon an der Spitze der Zentrumspartei abgelöst und will dessen Politik ohne grössere Veränderungen fortsetzen.
Für Kiviniemi stimmten 115 Abgeordnete, gegen sie votierten 56 Parlamentarier. Die bisherige Kommunalministerin setzt die 2007 gebildete «Regenbogen»-Koalition der bäuerlich-liberalen Zentrumspartei mit den Konservativen, den Grünen und der liberalen SFP der schwedisch-sprachigen Minderheit in Finnland fort.
Der bisherige Ministerpräsident Vanhanen hatte am Freitag seinen Rücktritt erklärt. Er begründete dies mit gesundheitlichen Gründen. Allerdings ist die Zentrumspartei in einen Finanzskandal verstrickt.
Mari Kiviniemi gilt als diskret und kompetent. /


Der Name Kiviniemis wurde in diesem Zusammenhang nicht genannt.
Diskretes Auftreten
Kiviniemi gilt als äusserst kompetent, kritisiert wird ihr Mangel an Ausstrahlung. Ihre Parteianhänger hoffen, dass ihr im Vergleich zu Vanhanen diskretes Auftreten bei den Wählern gut ankommt. Sie hat international unter anderem durch den Ausbau der Atomenergie auf sich aufmerksam gemacht.
Die neue finnische Ministerpräsidentin ist eine Soziologin mit Master-Abschluss. Sie stammt aus einer Bauernfamilie in Seinaejoki im Westen des Landes. Zu ihren bereits angekündigten Projekten zählt eine gemeinsame Elch-Jagd mit dem russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin.
An der Spitze des skandinavischen Staates stehen damit künftig zwei Frauen: Der Staatspräsidentin Tarja Halonen fällt die Aufgabe zu, die neue Regierungschefin am Nachmittag offiziell ins Amt einzuführen.