Nach dem Gewitter am Donnerstagnachmittag rechnet die Schweizerische Hagelversicherung mit bis zu 500 Schadensmeldungen und einer Schadensumme von rund 2 Millionen Franken.
Betroffen waren vor allem das Entlebuch, die Zentralschweiz, Einsiedeln, der obere Zürichsee, das Toggenburg und Appenzell, wie ein Sprecher der Schweizerischen Hagelversicherung eine Meldung von Radio 1 bestätigte.
Kräftigste Böe in Schmerikon
Die kräftigste Böe mass MeteoSchweiz in Schmerikon SG am Oberen Zürichsee mit 133 Stundenkilometern. Dahinter folgte Luzern mit 104 km/h.
In Schmerikon fielen innerhalb von rund zehn Minuten 26 Liter Regen pro Quadratmeter. In Wädenswil ZH waren es 35 Liter in 30 Minuten, in Ebnat-Kappel SG 37 Liter im ungefähr selben Zeitraum und in Luzern 25 Liter in 20 Minuten.
Frau fiel von Heuboden
Eine Frau stürzte in Morgarten in der Gemeinde Oberägeri ZG vom Heuboden rund vier Meter in die Tiefe, als sie den Feuerwehrmännern eine Leiter holen wollte. Sie zog sich Kopfverletzungen zu und musste ins Spital gebracht werden.
Grosses Glück hatte im selben Gebiet eine Autofahrerin.
Der Hagel zerstörte alle Fensterfronten des Klosters in Einsiedeln. /


Sie suchte auf einem Parkplatz in Morgarten Schutz vor dem starken Hagel, als ein Baum direkt aufs Heck ihres Wagens fiel. Wegen umgestürzter Bäume musste die Strasse zwischen Sattel und Morgarten während Stunden gesperrt werden. In Morgarten wurde ein Teil des Kirchendaches abgedeckt.
Mehrere Strommasten umgeworfen
Im Kanton Luzern traf es vor allem das Entlebuch und die Agglomeration Luzern. Zwischen Schüpfheim und Escholzmatt wurden mehrere Strommasten umgeworfen. In Kastanienbaum, Kriens und Root beschädigte der Wind Dächer und deckte sie teilweise ab.
In Kastanienbaum fielen zudem drei Bäume auf ein Gebäude. Mehrere Strassen - vor allem in Horw und Kriens - wurden von Geröll verschüttet oder durch umgestürzte Bäume blockiert.
Im Kanton Schwyz zog das Gewitter von Küssnacht, Arth und Goldau über Rothenthurm und Einsiedeln in die Region Ausserschwyz. Besonders schwer traf es die Gemeinden Altendorf und Lachen.