ht/co2-handel.de / Quelle: news.ch / Samstag, 24. Juli 2010 / 18:20 h
Das Unternehmen Desertec Industrial Initiative und die in Hamburg ansässige Stiftung Desertec Foundation gehen laut einer Meldung der Nachrichtenagentur DPA durch diesen Schritt auf grössere Distanz.
Beide Seiten wollen dadurch auch ihre unterschiedliche Ausrichtung stärker deutlich machen, erläuterte Stiftungs-Vorstand Katrin-Susanne Richter.
Die Foundation verstehe sich ganz bewusst als «Non-Profit»-Organisation. Ziel sei es, weltweit Wüstenstromprojekte voranzubringen. Die Desertec Industrial Initiative werde künftig nur noch mit der Kurzform Dii GmbH auftreten, sagte ein Sprecher gegenüber dpa-AFX.
«Realistisches Szenario»
Die an DII beteiligten Unternehmen versprechen sich vom Verzicht auf den bekannten Namen Desertec auch, die riesigen Erwartungen etwas zu relativieren, die als Folge der genannten langfristigen Investitionssumme von 400 Milliarden Euro entstanden waren.
«Wir müssen ein realistisches Szenario für die industrielle Umsetzung entwickeln», sagte der DII-Sprecher.
Das Wüstenstrom-Industriekonsortium heisst künftig Dii GmbH. Die Stiftung heisst weiter Desertec Foundation. /


An diesem Ziel habe sich nichts geändert. Ein erste Referenzprojekt soll in Kürze in Marokko entstehen.
Wüstenstrom ab 2015
«Wir arbeiten längst nicht mehr nur an Plänen, sondern an deren Umsetzung», sagte Projektleiter Ernst Rauch vom Rückversicherer Munich Re der «Süddeutschen Zeitung». Die Projektgesellschaft spreche derzeit mit den Regierungen von Marokko, Algerien und Tunesien über Stromdurchleitung und erste Projekte.
Am grössten sei das Interesse in Marokko, sagte Rauch. Wenn alles nach Plan laufe, könne 2013 der erste Spatenstich für das erste Solarkraftwerk erfolgen. Der erste Strom könne dann Ende 2015 fliessen, hiess es weiter.