Die nationale Behörde für Arbeitssicherheit bestätigte am Sonntag den Tod von 26 Arbeitern nach einer Explosion in der Kohlemine in der zentralchinesischen Provinz Henan. Diese hatte sich am Samstag in einem Bergwerk in Yuzhou ereignet, als gerade 276 Grubenarbeiter unter Tage arbeiteten.
239 Arbeiter konnten sich nach Behördenangaben retten, elf weitere galten am Sonntag weiter als vermisst. Die Kohlemine befindet sich der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge im Besitz des Staatsunternehmens China Power Investment Corp und einer weiteren Firma.
Bis die Rettungskräfte die elf noch verschütteten Arbeiter erreichen könnten, werde es noch «drei bis vier Tage» dauern, sagte Du laut Xinhua. Die Bergungsarbeiten seien mit grossen Risiken verbunden, weil die Gaskonzentration in den Stollen sehr hoch sei und Steinschläge drohten.
Die Überlebenschancen der Kumpel seien gering, sagte Du weiter. In dem Bergwerk hätten sich etwa 2500 Tonnen Kohlestaub ausgebreitet. Die Vermissten seien wahrscheinlich unter dem Staub begraben. Die Zahl der Todesopfer würde damit auf 37 steigen.
Ende Oktober sollen chinesische Bergwerke überprüft werden. (Symbolbild) /

Gefährlichste Bergwerke der Welt
Die Bergwerke in der Volksrepublik gelten als die gefährlichsten der Welt. Vor allem kleinere Zechen halten sich aus Kostengründen häufig nicht an die Sicherheitsvorschriften. Ausserdem sind viele Bergleute nur schlecht ausgebildet.
Im vergangenen Jahr starben in chinesischen Kohlebergwerken nach offiziellen Angaben mehr als 2600 Menschen. Die tatsächlichen Zahlen dürften allerdings noch deutlich höher liegen. Das aufstrebende Schwellenland China deckt seinen Energiebedarf zu rund 70 Prozent durch Kohle.
Die Regierung hatte wiederholt erklärt, gefährliche Minen schliessen zu wollen. Dennoch ereigneten sich immer wieder schwere Unglücke. Am Freitag kündigte die Regierung eine landesweite Inspektion der Bergwerke an. Die zehntägige Prüfung soll demnach Ende Oktober stattfinden.