Gleich zu Beginn bewies Obama, dass er zumindest noch einige Worte indonesisch kann: «Apa Kabar» (Wie geht's?) fragte er den indonesischen Aussenminister Marty Natalegawa, als er am Dienstag auf dem Flughafen von Jakarta eintraf.
Bei einem Treffen mit Staatschef Susilo Bambang Yudhoyono im Präsidentenpalast sagte der US-Präsident dann, es sei «wunderbar, endlich zurück in Indonesien zu sein».
Partnerschaftsabkommen
Bei dem Gespräch ging es um Sicherheitsfragen und den Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den USA und Indonesien, der grössten Wirtschaftsmacht in Südostasien. Obama und Yudhoyono besiegelten ein umfangreiches Partnerschaftsabkommen, dass eine neue Ära in den Beziehungen einläuten soll.
Die USA legten viel Wert auf die Beziehungen zu Indonesien, das nicht nur eine Regionalmacht, sondern auf dem Weg zur Weltmacht sei, sagte Obama.
Barack Obama: «Ich fühle eine grosse Zuneigung zu den Leuten hier». (Archiv) /


Er lobte den demokratischen Wandel nach dem Ende des Suharto-Regimes 1998 und die vielen Reformen, die seitdem auf den Weg gebracht wurden.
Missverständnisse und Misstrauen ausräumen
Obama betonte zudem die Wichtigkeit eines besseren Verhältnisses zur muslimischen Welt. Es gebe Fortschritte im Bemühen, Missverständnisse und Misstrauen auszuräumen, allerdings müsse in dieser Hinsicht noch viel getan werden.
«Ich fühle eine grosse Zuneigung zu den Leuten hier», sagte er auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Yudhoyono. Der US-Präsident hatte als kleiner Junge vier Jahre im bevölkerungsreichsten muslimischen Land der Welt gelebt, nachdem seine Mutter einen Indonesier geheiratet hatte. Seine Mutter schickte ihn, als er zehn Jahre alt war, zu den Grosseltern nach Hawaii.