Zudem hätten die Grenzwächter ein Feuerzeug mit einziehbarer Klinge, ein Springmesser sowie einen Teleskopschlagstock gefunden, sagte Stabsadjutant Michel Bachar am Donnerstag an einer Pressekonferenz.
Die sechs am Montag festgenommenen Männer hatten überdies verschiedene Sturmhauben, Bin-Laden- und Scream-Masken, Handschellen und Laserpointer sowie mehrere gefälschte Markenuhren bei sich. Den Wert der geschmuggelten Ware schätzt die Genfer Kantonspolizei auf 2000 Euro, was knapp 2600 Franken entspricht.
Empfänger unbekannt
Die Männer stammen alle aus der Region Lyon und sind zwischen 20 und 25 Jahre alt. Laut Bachar waren sie von Lyon via Genf über Zürich weiter zu ihrem Bestimmungsort in Thailand gereist, wo sie die Schmuggelware kauften. In Thailand hielten sie sich rund einen Monat auf, bevor sie ihre Rückreise antraten.
Die Polizei identifizierte die Männer nach der Festnahme. Drei von ihnen sind der französischen Polizei bekannt.
Waffen und Masken. /


Für wen die geschmuggelte Ware bestimmt gewesen sei, sei nicht klar, denn die Männer verweigerten die Aussage, sagte Eric Grandjean, Mediensprecher der Genfer Kantonspolizei.
Bachar vom Grenzwachtkorps betonte die Gefährlichkeit der beschlagnahmten Waffen. «Mit einem Elektroschockgerät, getarnt als Handy, könnte sogar jemand getötet werden.» Wenigstens seien die Waffen jetzt aus dem Verkehr gezogen. Aber der leichte Zugang zu solchen Waffen sei erschreckend, fügte Bachar an.
Elektroschockgeräte für Car-Jacking
Seit zwei Jahren beobachtet die Genfer Polizei, dass Elektroschockgeräte von Zeit zu Zeit beim Car-Jacking eingesetzt werden. Beim Car-Jacking zwingen Diebe Autofahrer meist mit Waffengewalt, ihnen das Fahrzeug zu überlassen. Es handle sich dabei aber um ein marginales Phänomen, sagte Grandjean.
Die beschlagnahmte Ware wird aufbewahrt, bis der Fall abgeschlossen ist. Danach werden die Waffen vernichtet.