Christian Wagner von Longview Capital Management sprach von einem vorübergehenden Effekt. «Dies ist eine grossartige Nachricht für alle, die die Freiheit lieben. Sie beeinflusst die Weltwirtschaft aber nur insoweit, als dass der Ölpreis sinkt.»
Nach anfänglichen Preisrückgängen notierten die Ölpreise am Abend wieder im Plus: Ein Barrel (159 Liter) der für Europa wichtigen Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juni kostete 126,29 Dollar. Das waren 40 Cent mehr als am Freitag.
Der Nikkei-Index lag am Montag bei 9992 Punkten. /


Der Preis für ein Barrel der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte um 56 Cent auf 114,49 Dollar.
Vor allem die erneuten Kursverluste des US-Dollar hätten die Ölpreise gestützt, sagten Händler. So war der Euro im Nachmittagshandel auf den höchsten Stand seit Ende 2009 geklettert. Aber auch besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus der Eurozone und den USA hätten die Ölpreise beflügelt.
Auch an den Aktienbörsen verpuffte der Effekt schnell. In Tokio rückte der Nikkei-Index noch um 1,6 Prozent vor. Der Schweizer Leitindex SMI gewann zwischenzeitlich bis zu 0,5 Prozent, zum Handelsschluss betrug das Plus aber nur noch 0,1 Prozent.
Auch die US-Börsen notierten nach Handelsschluss in Europa kaum verändert: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stand 0,1 Prozent schwächer. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,2 Prozent.