Bonn/Frankfurt am Main - Die Deutsche Bank baut die Konzernstruktur der Postbank weiter um. Postbank-Berater werden in Zukunft nur noch hauseigene Produkte vertreiben, konzernfremde Fonds werden nicht mehr angeboten, wie die Financial Times Deutschland berichtet.
Haftungsfälle vermeiden
Der Verkauf konzernfremder Investmentfonds durch Postbank-Berater habe keine Zukunft mehr, zitiert das Blatt aus Bankkreisen. Bisher stand das Finanzinstitut auch externen Anbietern, die kein eigenes Vertriebsnetz nutzen können, offen. Sie dürfen ihre Fonds nur noch offerieren, wenn die Deutsche Bank keine ähnlichen Produkte anbietet.
Die Deutsche Bank will laut dem Bericht mit dieser Entscheidung Haftungsfälle vermeiden, falls Produkte von Fremdanbietern in Schwierigkeiten geraten.
Die Deutsche Bank baut die Konzernstruktur der Postbank weiter um. /


Zudem will Deutschlands grösstes Kreditinstitut seine stabilen Geschäftsfelder - dazu zählt die Fondstochter DWS - ausbauen.
14 Mio. Kunden
Die Postbank Gruppe ist mit rund 14 Mio. Kunden, 20.000 Beschäftigten und einer Bilanzsumme von 203 Mrd. Euro einer der grossen Finanzdienstleister Deutschlands. Ihr Schwerpunkt ist das Retailgeschäft mit Privatkunden. Seit 2010 besitzt die Deutsche Bank die Mehrheit an der ehemaligen Tochtergesellschaft der Deutschen Post.