Er soll nur zwei Jahre im Amt bleiben. Danach wird erneut gewählt. So sieht es eine Vereinbarung vor, die alle grossen politischen Parteien des Landes unterzeichnet haben. Die Wahllokale sind von sechs bis 16 Uhr (MEZ) geöffnet.
Mit der Wahl endet offiziell die letzte Amtszeit von Präsident Saleh. Er war nach monatelangen Protesten und bürgerkriegsähnlichen Ausschreitungen im Januar in die USA ausgereist.
Spannend ist die Frage, wie viele der gut 12 Millionen Wahlberechtigten an der Abstimmung teilnehmen. Einige Beobachter rechnen mit Gewalt vor den Wahllokalen, vor allem im Süden. Laut Wahlkommission sollen landesweit 100'000 Soldaten für Sicherheit und Ordnung sorgen.
Aufruf zum Boykott
Regierungsgegner kritisieren, mit Hadi bleibe letztlich die alte Elite an der Macht. Separatisten der Bewegung des Südens riefen zum Boykott auf. Sie wollen die Abstimmung behindern.
Wer beerbt im Jemen Ali Abdullah Saleh? /


Auch viele Angehörige der «Revolutionsjugend» wollen nicht zur Wahl gehen. Hadi sei Teil des alten Systems, kritisieren sie. Am Montag hatten Gegner der Abstimmung Anschläge auf mehrere Wahllokale verübt - verletzt wurde niemand.
Angriffe auf Wahlbüros
Bei einem Angriff von Separatisten auf ein Wahllokal wurde im Süden des Jemen ein Soldat getötet. Nach Militärangaben versuchten Bewaffnete, ein Wahlbüro in der Stadt Mukalla zu stürmen und töteten den Soldaten.
Zwei der Angreifer seien verletzt worden, als Soldaten das Feuer erwidert hätten. Mukalla ist die Hauptstadt der südlichen Provinz Hadramaut.
In Aden, der grössten Stadt des Südens, setzten bewaffnete Angreifer am Dienstag Augenzeugen zufolge ein Wahlbüro in Brand. Die Mitarbeiter des Wahlbüros hätten sich in Sicherheit bringen können.
Aktivisten blockierten zudem mit Steinen und brennenden Reifen Strassen, um den Verlauf der Wahl zu behindern. In mehreren Stadtteilen waren laut Anwohnern Schüsse zu hören. Ein Mensch wurde einem Sicherheitsvertreter zufolge verletzt.