Dies betonte Lawrow einer Mitteilung des Aussenministeriums in Moskau zufolge. Es sei «zutiefst beunruhigend», dass die jüngst vom ukrainischen Aussenminister Pawel Klimkin angekündigten Verhandlungen mit den Separatisten noch nicht stattgefunden hätten.
Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sei weiter zur Vermittlung solcher Gespräche bereit, sagte Lawrow der am Sonntag veröffentlichten Mitteilung zufolge. Bei dem Telefonat war auch Frankreichs Aussenminister Laurent Fabius zugeschaltet.
Weiterer Stützpunkt aufgegeben
Die prorussischen Aufständischen gaben unterdessen den dritten wichtigen Stützpunkt innerhalb von 24 Stunden auf.
Sergej Lawrow, Aussenminister Russland /


Nach den Hochburgen Slawjansk und Kramatorsk hätten sich die militanten Gruppen auch aus Nikolajewka zurückgezogen, sagte der Separatistenanführer Igor Girkin («Strelkow») am Sonntag.
Nach dem Vorrücken der Regierungskräfte mit Panzerfahrzeugen, Kampfhelikoptern und Artillerie habe die «Volkswehr» die Stellungen nicht mehr halten können, räumte er ein. Die Aufständischen würden ihre Kräfte nun in Donezk sammeln. Am Rande der Grossstadt und in der Nähe des örtlichen Flughafens sei es zu Gefechten gekommen, hiess es.
Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte die Rückeroberung der Orte als «Beginn der Wende» bezeichnet. Sie sei zwar «kein totaler Sieg», besitze aber «überragende Symbolkraft» im Kampf um die territoriale Einheit der früheren Sowjetrepublik.