Weltweit leidet fast eine Mrd. Menschen unter Bluthochdruck. Diese Krankheit bildet eine der häufigsten Ursachen für die Entstehung von Hirnschlag, Herzinfarkt und Nierenleiden. Die Behandlung ist schwierig und bringt oft nicht den gewünschten Erfolg. «Ihre Bekämpfung bedarf deshalb möglichst innovativer und hocheffizienter Methoden», so Projektleiter Giuseppe Lembo.
Viele Menschen sind weltweit von Bluthochdruck betroffen. /


PIGF ist bereits wegen der Beteiligung bei verschiedenen pathologischen Erscheinungen wie dem Wachstum der Blutgefässe im Inneren von Tumoren oder dem während der Schwangerschaft auftretenden Bluthochdruck bekannt. «Unsere Vermutung ging deshalb dahin, das PIGF ein wichtiger Einflussfaktor beim Zusammenspiel von Immunsystem und Bluthockdruck sein könnte», erläutert Lembo.
Tests mit Mäusen erfolgreich
Laut dem an der medizinischen Fakultät der Università La Sapienza in Rom tätigen Forscher hat sich im Laufe einer Versuchsreihe an genetisch veränderten Labormäusen gezeigt, dass Tiere ohne PIGF nach der Behandlung mit dem blutdrucksteigernden Peptidhormon Angiotensin II keinen Anstieg der Blutdruckwerte mehr aufwiesen.
Ausserdem konnte nachgewiesen werden, dass PIGF bei der Aktivierung von T-Lymphozyten innerhalb der Milz und während ihrer anschliessenden Wanderung zu den typischerweise vom Bluthochdruck geschädigten Organen beteiligt ist. Besonders die Milz ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Organ, da in ihr das Nervensystem auf den PGF-Spiegel einwirkt.