Das Protein, das sich hinter dem Kürzel ERManI verbirgt, stört die Verbreitung des HI-Viruses im Körper des Trägers. Yong-Hui Zheng und sein Team von der Michigan State University waren massgeblich an der Studie beteiligt.
«Wir sehen einen Weg, diese Krankheit zu behandeln, indem wir dem Körper helfen, sich selbst zu schützen», so Zheng. «Deswegen versuchen wir unsere Forschung voranzutreiben, auch wenn es manchmal nur langsam geht, weil das Auffinden eines Heilmittels Jahre dauern wird.»
Natürliche Therapie hemmt Infektion
Bei der Behandlungsmöglichkeit, die von den Forschern getestet wurde, handelt es sich um eine antiretrovirale Therapie, die dafür sorgt, dass die Anzahl der Viren im Körper möglichst gering gehalten wird.
Die Entdeckung des Protein ERManl ist ein grosser Fortschritt. /


Bewerkstelligt wird dies durch eine Hemmung der Biosynthese von Glykoproteinen der HIV-1-Viruszellen. Diese Glykoproteine befinden sich auf der Zellhülle des Virus und führen die Viruszellen zu den Stellen, wo sie im Körper andocken und die Infektion verbreiten können.
Das Protein verlangsamt damit die Verbreitung von HIV-1 im Körper. Zheng hofft darauf, die Forschung mit menschlichen Zellen und in klinischen Studien weiterführen zu können - immerhin gibt es für AIDS noch kein Heilmittel und die verfügbaren antiretroviralen Therapien müssen ein Leben lang fortgeführt werden. Der natürliche Therapieansatz mit dem Protein ERManI soll hier Abhilfe schaffen. Ob eine Resistenz gegenüber HI-Viren geschaffen werden kann, indem die ERManI-Level im Blut erhöht werden, bleibt derzeit noch offen.