Das teilte die EZB nach ihrer Ratssitzung mit. Der Einlagen-Zinssatz, den Banken für Guthaben bei der EZB erhalten, blieb unverändert bei 0,25 Prozent.
Mit der erneuten Zinssenkung reagiert die EZB auf die tiefe Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa. Finanzexperten hatten mit der Entscheidung gerechnet.
EZB-Präsident Jean-Claude Trichet schloss derweil eine Absenkung des Leitzinses im Euro-Raum unter den Tiefstand von 1,0 Prozent nicht aus. Zwar halte der Rat der EZB das aktuelle Niveau für angemessen, sagte Trichet.
Aber er betonte: «Wir haben nicht beschlossen, dass dies der niedrigste Stand ist, den wir niemals unterschreiten könnten.» Ob es weitere Zinsschritte geben werde, hänge von der wirtschaftlichen Entwicklung ab.
EZB-Präsident Trichet schloss auch eine Absenkung des Leitzinses unter 1,0 Prozent nicht aus. (Symbolbild) /


Hier sieht die Notenbank laut Trichet «erste zaghafte Anzeichen einer Stabilisierung».
Billige Kredite
Mit einer wirklichen Erholung der kriselnden Konjunktur im Euro-Raum rechnet die EZB aber nach wie vor erst 2010.
Seit Herbst reduzierte die Notenbank den wichtigsten Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld um insgesamt 3,25 Prozentpunkte auf ein historisches Tief.
Niedrige Zinsen verbilligen Kredite für Unternehmen und Konsumenten und können so die Wirtschaft ankurbeln. Sparguthaben werden allerdings ebenfalls niedriger verzinst.
In den USA und in Japan liegen die Leitzinsen derzeit praktisch bei null. In Grossbritannien beliess die Bank von England den Leitzins auf dem Tiefststand von 0,5 Prozent.