Gefährlich werden können Zecken vor allem deshalb, weil sie die Zecken-Hirnhautentzündung (Enzephalitis) FSME übertragen können. Die durch Zecken übertragbare Krankheit hat sich im ganzen Mittelland breit gemacht.
Den Grund dafür kennt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Detail nicht, wie Hans-Peter Zimmermann von der Abteilung übertragbare Krankheiten sagte. Als Hochrisikogebiete gelten die Kantone Zürich, Schaffhausen, Thurgau und die Region um den Bieler- und Neuenburgersee.
Mysteriöse Zunahme in den letzten Jahren
Bis Mitte der 90er Jahre blieb die Zahl der Zecken-Hirnhautentzündungen unter 100 Fällen. Seither hat die Zahl signifikant zugenommen. Den Höhepunkt erreichte die Verbreitung der Krankheit im Jahr 2006 mit 245 Ansteckungen.
Ein Zeckenbiss kann böse folgen haben: Es kann zu einer Hirnhautentzündung kommen. /


Letztes Jahr wurden dem BAG 123 Zecken-Hirnhautentzündungen gemeldet - alleine 42 aus dem Kanton Zürich. In Risikogebieten tragen rund ein Prozent der Spinnentiere den Erreger in sich. Rund 17 Prozent der Bevölkerung vertrauen inzwischen auf den Impfschutz.
Weiter verbreitet, dafür aber harmloser, ist die Borreliose. Jährlich erkranken etwa 3000 Menschen daran, wie das BAG schätzt. Bei einer Ansteckung helfen Antibiotika. Eine Impfung ist hingegen nicht möglich.