Alex Sutter / Quelle: news.ch / Dienstag, 25. August 2009 / 12:06 h
Einfache Installation
Nach der Anmeldung beginnt die Installation des Games ganz automatisch – benutzerfreundlich, wie Konsolen nun mal sind. Ich brauche nur zu warten, bis das Spiel startet…
Schwelgen in den 80s
Ein kurzes Intro katapultiert mich als Spieler in die Welt der Ghostbusters, und in deren Zentrale werde ich prompt zum Mitglied – oder eher Handlanger – der bekannten Geisterjäger-Truppe ernannt. Als Computer- und Videospielveteran wird mir ganz warm ums Herz, wenn ich mich plötzlich in den 80er-Jahren wieder finde. Die Stimmung und Atmosphäre, vor allem die bekannte Filmmusik, aber auch die optische Wiedererkennung der damaligen Filmcharaktere, wie z.B. Bill Murray, leisten ihren Beitrag, um bei mir nostalgische 80er-Jahre-Gefühle hervorrufen zu lassen. Dabei ist die Game-Grafik alles andere als überholt: Das Spielerlebnis präsentiert sich mir in ansehnlicher 3D-Optik, wobei ich aber meine Spielfigur immer vor mir sehen kann. Das ist auch gut so, denn schliesslich will ich die Spannung dieses Abenteuers als Ghostbuster-Mitglied so hautnah wie nur möglich erleben. Und trotzdem habe ich so jede Bewegung und jede Aktion meiner Figur stets im Blickfeld.
Nah am Original
Auch der Wiedererkennungsgrad von bekannten Schauplätzen und Räumlichkeiten aus den Filmen, wie z.B. das Hauptquartier oder das naturhistorische Museum kommen grafisch gut herüber und lassen mich ebenfalls so richtig ins damalige Filmgeschehen eintauchen. Mir persönlich gefällt es so. Einige meiner gleichaltrigen
Kollegen, und ebenso kompetente Kenner der beiden Filmvorlagen, könnten jedoch die Kritik anbringen, dass ihnen das Konsolenspiel relativ wenig neue Inhalte bietet. Denn schliesslich orientiert sich Ghostbusters trotz neuer Story sehr stark an den Vorgaben der Filmklassiker.
Gespenstischer Spielspass
Die Präsentation des Games ist sehr linear: Selbst das Tutorial, in dem sich der Spieler mit dem Umgang mit seinen «Instrumenten» und dem komplizierten Einfangen der Geister beschäftigen muss, ist in den Storyverlauf integriert. Das Abenteuer wird jeweils durch Zwischensequenzen in Spielegrafik weitergestrickt. Ich persönlich bevorzuge eher Weitererzählungen in gerenderter Form, aber im Endeffekt zählt der Inhalt. Und der kommt bei Ghostbusters wirklich gut und humorvoll herüber. Ansonsten stört mich der geradlinige Verlauf des Spiels keineswegs. Nur die Tatsache, dass der lineare Ablauf des Games den Spieler bloss bei bestimmten Checkpoints automatisch speichern lässt, ist für mich nicht wirklich befriedigend.
Gaeisterjagd im Stil der Ghostbusters-Kultfilme aus den Jahren 1984 und 1989. /

Spielspass mit dem high-tech Equipment der Ghostbusters. /

Bewaffnet mit Protonenstrahl, Schleimwerfer oder Energiebombe die Geister jagen. /


– Ich möchte speichern können, wann immer ich will!
Schneller Einstieg
Ghostbusters ist ein durchaus benutzerfreundliches Spiel. Die Menüs sind eindeutig und übersichtlich gestaltet. Der Einstieg offenbart sich auch weniger geübten Gelegenheitsspielern als verhältnismässig leichte und überwindbare Hürde. Die Vorgaben der Steuerung sind sinnvoll und leicht nachzuvollziehen: Mit dem linken Analogstick bewegt man die Figur, mit dem rechten die Kamera. Die einzusetzenden Waffen und Fallen gegen Geister werden per L1/R1, bzw. L2/R2 – Buttons eingesetzt. Via Untermenüs kann man im Verlauf des Spiels weitere Items dazukaufen, wenn man sich durch das erfolgreiche Beseitigen von Geistern genügend Kohle dazuverdient hat. Natürlich kann man optional die Steuerbelegung verändern.
Geister jagen mit der Protonenkanone
Als kleine Hürde erwies sich bei mir die Prozedur des Einfangens der Geister. Zu Beginn des Spiels wird man im Tutorial mit dem Ablauf einer Jagd auf einen Geist konfrontiert. Damit wird dem Spieler die Steuerung seiner Kampf-Utensilien nahegelegt. Vier Schritte sind dazu nötig, um von Erfolg gekrönt zu werden: Den Geist aufspüren und anlocken, dann per Protonenkanone fangen und festhalten, danach die Falle platzieren um ihn schliesslich dort hinein zu verfrachten. Nach dem 3. Anlauf habe auch ich’s kapiert und bin zum Erfolg gelangt. Hat man diese Prozedur einmal verstanden, dann steht dem späteren Spielvergnügen nichts mehr im Weg. Ich muss allerdings auch dazu sagen, dass mir persönlich diese Geistereinfang-Methode auf Dauer etwas zu langwierig und mühselig geworden ist, auch wenn man sich im späteren Verlauf der Handlung bessere Werkzeuge beschaffen kann.
Pro und Contra
Schaff‘ Dir das Teil an, wenn Du die Abenteuer der kultigen Geisterjäger mal selber hautnah und zum ersten Mal in 3D erleben willst, oder auch, wenn Du Lust auf ein unkompliziertes, lineares Abenteuer- und Actionspiel hast. Selbiges gilt auch, wenn Dir die Ghostbusters zwar nichts sagen, Du aber durchaus gerne mal ein Game zocken möchtest, in dem Du Dich schnell und einfach zum erfolgreichen Geisterkiller emporarbeiten kannst. Lege es Dir jedoch nicht zu, wenn Du ein komplexes Spiel erwartest, dessen Ambiente die heutige Zeit widerspiegelt oder Du schlicht nicht auf die Ghostbuster-Filme stehst.