Dies sei Sache der Gläubiger, die ihren Teil der Verantwortung tragen müssten, sagte ein hochrangiger Vertreter des Finanzministeriums.
Märkte in Dubai und Abu Dhabi brachen ein
Die Nachricht belastete die europäischen Aktienmärkte, die bereits seit Mittwoch unter den Ankündigungen aus dem Emirat ächzen und eine zweite Welle der Finanzkrise fürchten. Die Märkte in Dubai und Abu Dhabi brachen an ihrem ersten Handelstag nach den Berichten über einen Zahlungsaufschub bei Dubai World regelrecht ein.
Abu Dhabi verzeichnete mit minus 8,3 Prozent den grössten Tagesverlust aller Zeiten. Die Dubaier Börse verlor 7,3 Prozent, der grösste Tagesverlust seit Oktober 2008.
Verwirrung
Es gebe eine grosse Verwirrung zwischen der Regierung von Dubai und Dubai World, sagte Abdulrahman Al Saleh, Generaldirektor des Dubaier Finanzministeriums, im Fernsehen.
Das Emirat will nicht für die Holdinggesellschaft Dubai World bürgen. /


Dubai World sei nicht Teil der Regierung, präzisierte er, auch wenn die Gläubiger dies dächten.
«Die Regierung ist der Eigentümer der Firma, aber seit der Gründung ist es so eingerichtet, dass die Firma nicht durch die Regierung abgesichert ist», sagte er. Die Reaktionen an den Finanzmärkten seien übertrieben gewesen und spiegelten das Ausmass des Schuldenproblems Dubais nicht korrekt wider.
Anleger hoffen seit Tagen auf Signale
Dubai World sowie die staatliche Baufirma Nakheel hatten am Mittwoch vergangener Woche überraschend um Zahlungsaufschub für Kredite in Höhe eines einstelligen Milliardenbetrags gebeten.
Insbesondere in der Golfregion hofften Anleger seit Tagen auf Nachrichten, die Aufschluss darüber geben, ob die rund 60 Mrd. Dollar Schulden von Dubai World zurückgezahlt werden können.