Die Basler Kundgebung gegen das World Economic Forum dauerte rund anderthalb Stunden. Die Teilnehmer zogen vom Barfüsserplatz via Bankverein durch die Freie Strasse auf den Marktplatz. Von dort aus ging es auf der mit der Polizei vereinbarten Route weiter über die Mittlere Brücke zum Claraplatz und wieder zurück via Petersgraben auf den Petersplatz.
Angeführt wurde der Demonstrationszug von meist jungen, vermummten Protestierenden. Im hinteren Teil des Zugs marschierten auch ältere Leute mit, darunter viele Kurden sowie Gewerkschafter.
Polizei musste nicht einschreiten
In einer Mitteilung sprachen das Überregionale Anti-WEF-Bündnis Basel und die weiteren Organisatoren von rund 1000 Demonstranten. Polizei und Journalisten schätzten deren Zahl übereinstimmend auf 300.
Die Kundgebung verlief nach Polizeiangaben weitgehend geordnet. Die Polizei hatte sich laut einem Sprecher auf alle Eventualitäten vorbereitet, musste aber nicht einschreiten.



Die Demo von rund 120 Personen verlief friedlich. /


Sie hielt sich diskret im Hintergrund, hielt jedoch drei Demonstranten an und unterzog sie einer Personenkontrolle.
Vereinzelt Sachbeschädigungen
Vereinzelt kam es zu Sachbeschädigungen. So wurden Hauswände verschmiert und bei fünf Personenwagen sowie am Hauptsitz der Basler Kantonalbank Scheiben eingeschlagen.
In einem Fall musste die Feuerwehr einschreiten, weil Demonstranten in einem der beschädigten Personenwagen eine heisse Signalfackel hinterlassen hatten. Die Fassade des Nobelhotels «Trois Rois» wurde zudem mit Eiern und vollen Robidog-Säckchen beworfen.
Parallel zur Demonstration fand in Basel die zehnte Auflage der Anti-WEF-Veranstaltung «Das andere Davos» statt. Die Gegen-Tagung zum Weltwirtschaftsforum hatte am Freitag im Kollegiengebäude der Universität begonnen und ging am Samstagabend zu Ende. Zeitweise nahmen an der Veranstaltung bis zu 400 Personen teil.
Podien und Workshops
Auf dem Programm standen Podien und Workshops unter anderem zur Migration, zu neuen Gewerkschaftsbewegungen oder zu Kämpfen lohnabhängiger Frauen. Zu dem von attac Schweiz zusammen mit weiteren Organisation und Gewerkschaften organisierten Anlass sollte per Video auch der US-Philosoph, Autor und Sprachwissenschafter Noam Chomsky zugeschaltet werden.
Am WEF-Tagungsort Davos demonstrierten am Nachmittag rund 130 Personen gegen das Weltwirtschaftsforum. Die von den Grünen organisierte, bewilligte Kundgebung verlief friedlich.