Der Ausbau der Atomenergie sei nötig, um die Abhängigkeit der USA von Ölimporten und den Ausstoss an klimaschädlichen Treibhausgasen zu verringern, sagte Obama.
«Um unseren wachsenden Energiebedarf zu decken und den schlimmsten Folgen des Klimawandels vorzubeugen, müssen wir unser Angebot an Nuklearenergie vergrössern, so einfach ist das», sagte Obama.
Der Bau der Reaktoren in Georgia werde tausende Arbeitsplätze in der Konstruktionsphase sowie 800 dauerhafte Jobs schaffen, sagte der Präsident weiter. Die neue Anlage werde 16 Millionen Tonnen Kohlendioxid weniger ausstossen als ein vergleichbares Kohlekraftwerk.
Gesetz von George W. Bush
Wegen der hohen Kosten für den Bau neuer Atomanlagen sind staatliche Kreditzusagen an private Atomunternehmen ein wichtiger Faktor. Obamas Zusagen fundieren auf einem Gesetz aus der Amtszeit seiner Vorgängers George W.
Barack Obama bringt das Argument des Klimawandels bei wachsendem Energieverbrauch an. /


Bush - dieses erlaubt staatliche Kredite für Projekte privater Enregiekonzerne, sofern sie den Ausstoss an Treibhausgasen verringern.
Nach dem Reaktorunfall in Three Mile Island in Pennsylvania, bei dem 1979 grössere Mengen Radioaktivität freigesetzt wurden, hatten die USA zunächst auf den Bau neuer Anlagen verzichtet.
Neuester Atomreaktor von 1990
Das jüngste Atomkraftwerk steht in Seebrook im Bundesstaat New Hampshire. Der Bau wurde 1977 begonnen, 1990 ging das Atomkraftwerk ans Netz. Die beiden neuen Reaktoren sollen auf dem Gelände eines bestehenden Atomkraftwerks in Burke in Georgia entstehen.
Obama wies in seiner Rede darauf hin, dass die Atomenergie auch «ernsthafte Nachteile» habe. Als Beispiel nannte er die ungelöste Frage der Lagerung atomarer Abfälle. Der Präsident erinnerte daran, dass er kürzlich eine Expertenkommission eingesetzt habe, welche sich um diese Frage kümmern soll.