ht / Quelle: pd / Freitag, 18. Juni 2010 / 18:28 h
Durch die Nutzung von Solarthermie, Photovoltaik und einem Blockheizkraftwerk (BHKW) wird der Energie- und Wärmebedarf der neuen SAC-Hütte «Monte Rosa» sichergestellt. Es kann dadurch sowohl auf die herkömmliche diesel- und kohlebasierte Versorgung, als auch auf eine mögliche Umstellung auf Diesel und Erdöl verzichtet werden.
Die neue Monte-Rosa-Hütte ist ein zukunftsweisendes Forschungs- und Entwicklungsprojekt der ETH Zürich in Zusammenarbeit mit dem SAC und der Empa. Inmitten einer Gletscherlandschaft gelegen, beweist das Projekt, dass nachhaltiges Bauen auch unter solchen Extrembedingungen möglich ist.
Durch die Nutzung von Sonnenenergie werden Brennstofftransporte per Hubschrauber hinfällig. /


Der innovative Umbau liefert wertvolle Impulse für die Schweizer Baubranche.
Energetische Unabhängigkeit als Ziel
Die Hütte wird durch modernste Methoden der Gebäudetechnik und Architektur so umgebaut, dass eine grösstmögliche energetische Unabhängigkeit erreicht wird. 84 m² Photovoltaikzellen liefern den Strom für die Abwasseraufbereitung, Ventilation, Beleuchtung und Haushaltsgeräte.
Überschüssige Energie wird in Batterien gespeichert und garantiert eine lückenlose Stromversorgung auch bei bedecktem Himmel. Thermische Solarkollektoren decken den Wärmebedarf für Heizung und Warmwasseraufbereitung ab. Durch die Nutzung der Sonnenenergie werden als Zusatznutzen auch zahlreiche Brennstofftransporte per Hubschrauber hinfällig, was zu weiteren Emissionsreduktionen führt.
Im Vergleich zur alten Monte-Rosa-Hütte werden die aus dem Betrieb resultierenden CO2-Emissionen um mehr als zwei Drittel pro Übernachtung gesenkt.