Damit kann sich der unter dem Aliasnamen Uri Brodsky auftretende Mann frei bewegen und auch Deutschland verlassen. Brodsky habe eine «angemessene Kaution» hinterlegt, sagte Wolf. Ihm sollte eigentlich in Deutschland der Prozess wegen Urkundenfälschung gemacht werden.
Der mutmassliche Agent soll in die Vorbereitungen zu einem Mord an Hamas Spitzenmann Mahmud Al-Mabhu in Dubai verwickelt gewesen sein. In Deutschland hätte ihm lediglich eine Geldstrafe wegen Urkundenfälschung gedroht.
Das Verfahren gegen ihn könnte nun ohne Hauptverhandlung gegen eine Geldauflage eingestellt werden, die aus der hinterlegten Sicherheitsleistung gezahlt werden könnte. Über die Höhe der Kaution wurde Stillschweigen vereinbart.
In Polen verhaftet
Brodsky war am 4.
Mitglieder der Hamas betrauern den ermordeten Mahmud Al-Mabhu in Gaza /


Juni in Warschau aufgrund eines von Deutschland ausgehenden europäischen Haftbefehls verhaftet worden. Dem mutmasslichen Agenten wurde von deutscher Seite die Verwendung falscher Dokumente und Tätigkeit für ausländische Geheimdienste vorgeworfen.
Ein Berufungsgericht in Warschau bewilligte am 5. August seine Auslieferung nach Deutschland. Dabei liess das Gericht in Warschau aber nur den Vorwurf der Verwendung falscher Dokumente als Auslieferungsgrund zu, nicht aber den Spionagevorwurf. Damit konnte die deutsche Bundesanwaltschaft nach eigenen Angaben den Mann nicht wegen möglicher Spionagetätigkeit anklagen.
Attentat gegen Hamas-Anführer in Dubai
Brodsky soll im Frühjahr 2009 einen weiteren mutmasslichen Mossad-Agenten bei der Beantragung eines deutschen Passes beim Einwohnermeldeamt Köln begleitet haben. Der illegal beschaffte Pass auf den Namen «Michael Bodenheimer» soll bei der Ein- und Ausreise einer Gruppe von Mossad-Agenten in das Emirat Dubai im Januar verwendet worden sein.