Diese ausserordentliche Entwicklung sei vorwiegend dem Geschäft von ValorLife zu verdanken, der liechtensteinischen Tochtergesellschaft der Gruppe, teilte die Vaudoise am Dienstag mit.
Der Steuererlass Italiens habe das Geschäft positiv beeinflusst. In anderen Worten: Manch ein reicher Italiener hat Schwarzgelder im Zuge der Steueramnestie der Regierung Berlusconi von ausländischen Banken - etwa in der Schweiz - zurückgeholt und in ein steuergünstiges Lebensversicherungsprodukt im Fürstentum verpacken lassen.
Aber auch im traditionellen Lebengeschäft der Vaudoise erwachte das Interesse im Zuge der Konjunkturerholung. Die verdienten Prämien der Vaudoise Leben verdoppelten sich von 79,3 Mio. auf 161,4 Mio. Franken. Trotz des Wachstumssprunges sank das versicherungstechnische Ergebnis des Lebengeschäfts von 17,8 Mio. Fr. in der Vorjahresperiode auf 10,0 Mio. Franken.
Die Vaudoise expandiert mit liechtensteinischen Lebensversicherungen. (Symbolbild) /


Im Nichtlebengeschäft stieg das versicherungstechnische Ergebnis dagegen von 35,8 Mio. auf 43,1 Mio. Franken. Die verdienten Nettoprämien nahmen hier um 1,3 Prozent auf 332,9 Mio. Fr. zu. Nach jahrelanger Abnahme konnte Vaudoise bei den Motorfahrzeugversicherungen wieder zulegen.
1,4 Prozent mehr Reingewinn
Unter dem Strich weist die Vaudoise Gruppe einen leichten Anstieg des Reingewinnes von 55,6 auf 56,4 Mio. Fr. aus. Bremsend wirkte die Wechselkursentwicklung, wobei Vaudoise grössere Einbussen durch Währungsabsicherungen verhindern konnte.