«Nordkorea wird den Preis für den Fall weiterer Provokationen zahlen», sagte Lee in seiner ersten Ansprache an die Nation seit dem nordkoreanischen Artillerie-Beschuss einer südkoreanischen Insel am Dienstag.
Ein Angriff auf Zivilisten sei selbst in Kriegszeiten ein unmenschliches Verbrechen. Bei dem nordkoreanischen Angriff waren zwei Soldaten und zwei Zivilisten getötet worden. Die beiden Länder befinden sich seit Ende des Korea-Kriegs 1953 offiziell noch im Kriegszustand.
Die Spannungen hatten sich mit dem Beginn eines gemeinsamen Seemanövers der südkoreanischen und der US-Streitkräfte im Gelben Meer am Sonntag nochmals verschärft.
Grenze zwischen Nord- und Südkorea. /


Nordkorea brachte einem Bericht zufolge Raketen in Stellung und drohte mit einem erneuten Militärschlag.
China schlug am Wochenende eine Wiederbelebung der Sechs-Parteien-Gespräche unter Beteiligung der USA, Russlands und Japans vor, um eine weitere Eskalation abzuwenden. Nordkorea hatte die Gespräche, die sich eigentlich um sein umstrittenes Atomprogramm drehen, vor zwei Jahren abgebrochen.
Der Vorstoss Chinas stiess aber auf wenig Resonanz. In Seoul befürchtet die Regierung, dass Nordkorea eine Wiederaufnahme der Gespräche als Erfolg seines Angriffs werten könnte.
Für Japans Aussenminister Seiji Maehara ist die Rückkehr an den Verhandlungstisch unter diesen Bedingungen ebenfalls inakzeptabel. Schliesslich laufe Nordkorea Amok und müsse nun erst einmal zeigen, dass es zu ernsthaften Entspannungsschritten bereit sei, sagte er dem «Wall Street Journal».