Wie weiter mitgeteilt wurde, ist Giffords die einzige von zehn in das Klinikum gebrachten Schussopfern, deren Zustand noch als kritisch gilt.
Die Kugel des Täters habe die linke Hälfte ihres Kopfes durchschlagen. Die Chirurgen hätten einen Teil des Schädelknochens entfernt, um den Druck auf das angeschwollene Gehirn zu verringern.
Gifford war am Samstag bei einem Treffen mit Bürgern in Tucson im US-Staat Arizona niedergeschossen worden. Der Attentäter tötete sechs Menschen und verletzte 14, darunter die Politikerin.
Anklage gegen Schützen
Gegen den mutmasslichen Attentäter erhob die US-Staatsanwaltschaft noch am Sonntag Anklage wegen Mordes und versuchten Mordes. Das teilte die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Arizona mit.
Demokratin Gabrielle Giffords. /


Nach Angaben des zuständigen Sheriffs Clarence Dupnik sucht die Polizei zwar weiterhin nach einem Mann, der in der Nähe des Schützen am Tatort gesehen wurde. Sie glaubt aber zunehmend weniger daran, dass diese Person etwas mit dem Blutbad zu tun hatte.
Wie Dupnik weiter mitteilte, ist es anscheinend einer Passantin mitzuverdanken, dass nicht noch mehr Blut vergossen wurde. Selbst von einer Kugel getroffen, habe sie dem Täter das Waffen-Magazin entrissen, als dieser es wechseln wollte.
US-Präsident Barack Obama nannte das Blutbad «eine Tragödie für Arizona und eine Tragödie für unser gesamtes Land». Er rief für Montag zu einer Schweigeminute auf. Dies werde der Moment sein, an dem die Nation im Gebet zusammenstehen werde, hiess es in einer Erklärung des Weissen Hauses.