Die Differenz erklärt das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) mit einem schlechteren Anlageergebnis und mit einem ungünstigeren Verhältnis zwischen Einnahmen einerseits und Rentenleistungen andererseits.
Zwar nahmen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge um 0,6 Prozent sowie die Erträge aus der Mehrwertsteuer zugunsten der AHV und die Erträge aus der Spielbankenabgabe um 2,2 Prozent zu, so dass die Gesamterträge im Vergleich zum Vorjahr von 36,9 auf 37,2 Milliarden Franken anstiegen.
Schlechteres Umlageergebnis
Gleichzeitig legten aber auch die Ausgaben von 35,8 auf 36,6 Milliarden Franken zu, so dass unter dem Strich noch eine Umlageüberschuss von 644 Millionen Franken ausgewiesen werden kann. Dies sind rund 400 Millionen weniger als im Vorjahr. Die detaillierten Beträge zum Umlageergebnis veröffentlicht der AHV-Ausgleichsfonds erst Ende Mai, Anfang Juni.
Auch beim Anlageergebnis verbuchte die AHV einen Rückgang. Statt 2,6 Milliarden Franken erzielte die AHV noch einen Anlageerfolg von 1,1 Milliarden Franken.
Die AHV hat in den letzten Jahren mit Ausnahme des Jahres 2008 Überschüsse geschrieben.
Die Ausgaben nahmen stärker zu bei der AHV als die Einnahmen. /


Anders sieht das bei der Invalidenversicherung (IV) aus, die seit Jahren Verluste verzeichnet.
IV und EO mit Verlust
Im Jahr 2010, dem letzten Jahr, in dem die IV noch als Teil des AHV-Ausgleichsfonds geführt wird, verzeichnete die IV ein Defizit von 1,044 Milliarden Franken. Das ist nur unwesentlich weniger als im Vorjahr mit einem Defizit von 1,126 Milliarden Franken.
Und auch bei den Erwerbsersatzversicherung (EO) gab es einen Verlust. Dieser nahm von 474 auf 597 Millionen Franken zu. IV und EO mussten zusammen Leistungen von 1,5 Milliarden Franken aus dem Fondsvermögen finanzieren.
Insgesamt beliefen sich die Beiträge an AHV, IV und EO im letzten Jahr auf 46,409 Milliarden Franken. Dem standen Ausgaben von 47,265 Milliarden Franken gegenüber. Der Ausgleichsfonds verzeichnete damit ein Defizit von 856 Millionen Franken.