«Unsere Konkurrenz sind die Badestrände in Spanien», sagte Samuel Bichsel von Engelberg Titlis Tourismus gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Dabei herrschen im Titlis-Gebiet in höheren Lagen beste Pistenverhältnisse, die meisten Lifte sind noch in Betrieb. Bei dem schönen Frühlingswetter steht vielen der Sinn aber nicht mehr nach Wintersport.
Bichsel erwartet zwar, dass über Ostern noch Gäste für den einen oder anderen Tag auf der Piste anreisen werden. Die Brunni-Seite des Gebiets wartet zudem auf Wanderer, Biker und Kletterer. Die Hotelbuchungen sind laut Bichsel aber tiefer als üblicherweise an Ostern. «Individualgäste kommen nicht in der gleichen Zahl wie in anderen Jahren», sagte er.
«Mageres Ostergeschäft»
Ähnliches ist aus anderen Winterport-Destinationen zu hören. Die frühsommerlichen Temperaturen im Unterland wirkten sich eher negativ auf das Skigeschäft aus, sagte Sara Roloff von der Tourismusorganisation Engadin St.
In höheren Lagen herrschen noch beste Pistenverhältnisse. /


Moritz. Laut Kerstin Sonnekalb von Gstaad Saanenland Tourismus wird das Ostergeschäft in der Region Gstaad «vermutlich mager ausfallen».
Noch immer winterlich ist es auf dem Gletscher von Les Diablerets. Zwar schwinde auch hier die Wintersport-Begeisterung, sagte Eric Liechti, Direktor von Diablerets Tourismus. Annulationen habe es aber nicht gegeben.
Landschaft und Städte locken
Damit endet die Wintersaison, die bereits mit Schneekanonen gerettet werden musste, wenig versöhnlich. Die von der SDA befragten Tourismus-Verantwortlichen machen dafür durchwegs das frühsommerliche Wetter und der späte Ostertermin verantwortlich. Wenn das Wetter im April schön sei, lockten Landschaft und Städte eher als die Berge, sagte Véronique Kanel von Schweiz Tourismus.
Mit dem 24. April fällt Ostern dieses Jahr übrigens fast auf den spätmöglichsten Termin - das letzte mögliche Datum ist nur einen Tag später. Ostern wird nämlich nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert, wobei nicht der tatsächliche Vollmond, sondern ein zyklischer Vollmond nach der kirchlichen Berechnungsregel in Anschlag gebracht wird.