Überprüfen liessen sich die Angaben nicht. Das nahe der tunesischen und algerischen Grenze gelegene Ghadames mit seinem befestigten Altstadtkern ist als "Perle der Wüste" bekannt und seit 1986 Teil des UNESCO-Welterbes.
Auch in der Hafenstadt Sawija brachen laut einem Rebellensprecher neue Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Aufständischen aus. Es sind die ersten grösseren Gefechte in dem nordwestlichen Ölhafen, seit Soldaten im März dort die Aufständischen besiegten.
Ein in London ansässiger Sprecher erklärte am Samstag, die Aufständischen kontrollierten einen grossen Teil des Westens der Stadt. Ein Kämpfer, der im März aus der Stadt geflüchtet war, sagte, es gebe in Sawija selbst Gefechte: "Die Kämpfer sind zurück in der Stadt." Er berief sich auf Aufständische in Sawija.
Kämpfe in Slitan
Die Gaddafi-Truppen setzten nach Angaben der Rebellen ihre Angriffe in der Nähe der Küstenstadt Misrata fort.
Muammar al-Gaddafi liess die Rebellen-Hochburg Misrata (markiert) angreifen. /


Opfer seien nicht zu beklagen, hiess es. Am Freitag waren dort laut den Aufständischen 20 Menschen getötet und 80 weitere verletzt worden.
Die Stadt ist einer der wenigen Rebellenstützpunkte im Westen Libyens. Zu Kämpfen kam es nach Angaben eines Rebellenkämpfers aus Misrata auch in der Stadt Slitan. Dort hätten Gaddafis Söhne Chamis und al Moatassem das Kommando: "Die Lage ist dort sehr schlecht."
Gaddafi habe massiv Truppen nach Slitan entsandt: "Denn er weiss, wenn Slitan in die Hand der Rebellen fällt, steht der Weg nach Tripolis weit offen", sagte der Kämpfer.
Britische Kampfjets zerstörten nach Angaben eines Militärsprechers bereits am Freitag auf einer Plantage südwestlich von Tripolis vier Panzer. Ausserdem wurden neun Bomben auf militärische Ziele am westlichen Rand der Hauptstadt abgeworfen.
Angebot der Türkei
Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sagte in einem am Freitag ausgestrahlten Interview des Senders NTV, sein Land habe Gaddafi Garantien angeboten, wenn er Libyen verlasse.