Zugleich bleibt der Leitzins jedoch mit 0 bis 0,25 Prozent weiter niedrig. Daran wird sich auch für «geraume Zeit» nichts ändern, wie die Notenbanker um Fed-Chef Ben Bernanke den von den Schuldenkrisen in den USA und Europa in Atem gehaltenen Märkten signalisierten.
Die Fed erwartet, dass die schleppende Erholung «in den kommenden Quartalen» mehr Fahrt aufnehmen wird. Allerdings räumte der für die Zinspolitik zuständige Offenmarktausschuss ein, dass er die Stärke des Aufschwungs zuletzt überschätzt hat: «Die Erholung setzt sich mit einem gemässigten Tempo fort, wenn auch mit einer etwas langsamerem Gangart als vom Ausschuss erwartet.»
Kein kalter Entzug
Auch wenn mit dem Auslaufen des im November gestarteten Staatsanleihen-Ankaufprogramms der grosse Strom des billigen Geldes nun versiegt, so wagt die Fed doch keinen kalten Entzug für die an Krisenhilfen der Notenbank gewöhnte Finanzwirtschaft.
Die Bank Fed legt kein neues Ankaufprogramm für Staatsanleihen auf. /


Die Fed hält nämlich ihre Bilanzsumme vorerst stabil: Das heisst, auslaufende Bonds werden durch den Ankauf neuer Papiere ersetzt. Damit dürften nach Ansicht von Experten immerhin noch zehn bis 20 Milliarden Dollar pro Monat in die Wirtschaft gepumpt werden. Zugleich hält sich die Notenbank die Option offen, bei Bedarf nachzusteuern sowie «Umfang und Zusammensetzung» des von ihr gehaltenen Wertpapier-Portfolios anzupassen.
Die längerfristigen Inflationserwartungen sieht die Notenbank weiterhin fest verankert, auch wenn sich die Lebenshaltungskosten zuletzt im Sog der gestiegenen Ölpreise erhöht haben. Dennoch will die Fed die Entwicklung weiter mit grosser Aufmerksamkeit beobachten.