Zum Auftakt der halbstündigen Hochzeitszeremonie erklang eine von Ray Charles gesungene Aufnahme des Jazzstandards «Somewhere Over the Rainbow» - ganz in Anlehnung an die «Regenbogenstadt», dem Spitznamen der Ortschaft Niagara Falls.
«Alles, was wir in unseren Leben gefühlt und gelebt haben, ist jetzt legal», sagte die 52-jährige Candy Casey, nachdem sie ihrer langjährigen Partnerin Diane Wnek das Ja-Wort gab. «Wir haben immer gewusst, dass unsere Liebe rechtmässig ist und jetzt weiss es der Rest der Welt», erklärte die 69-jährige Wnek.
Naturwunder von Regenbogen beleuchtet
Aus gegebenem Anlass liess der örtliche Bürgermeister Paul Dyster die Niagarafälle mit Regenbogenfarben beleuchten. Dem ersten gleichgeschlechtlichen Paar in Niagara Falls überreichte er ausserdem als Geschenk ein Foto mit der farbenprächtigen Szenerie.
Homosexuelle dürfen nun auch in New York heiraten. /

Niagarafälle auf der kanadischen Seite. /


Am Sonntag hatte New York als sechster Bundesstaat die Homo-Ehe zugelassen, zu Hunderten stürmten heiratswillige Paare die Standesämter. Die örtliche Behörde für Unternehmensgründung schätzt, dass als Folge der Öffnung der Ehe in den nächsten drei Jahren in ganz New York 400 Millionen Dollar erwirtschaftet werden könnten.
Unterdessen erhoben Gegner der Homo-Ehe in New York erstmals Klage gegen das neue Gesetz. Konkret monieren ein Vertreter eines Interessenverbands und ein Rabbi, dass es bei dessen Verabschiedung Unregelmässigkeiten gegeben habe. Ausserdem seien Abgeordnete, die gegen das Gesetz waren, nicht angehört worden.