Bei dem waren am Freitag nach Angaben eines UNO-Beobachterteams mindestens 92 Menschen getötet wurden, darunter 32 Kinder. Diejenigen, die diese «Gräueltat» begangen hätten, müssten zur Verantwortung gezogen werden, erklärte US-Aussenministerin Hillary Clinton.
Washington zeige sich solidarisch mit dem syrischen Volk und allen friedlichen Demonstranten. Gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft würden die USA daran arbeiten, den Druck auf Syriens Staatschef Baschar al-Assad «und seine Kumpanen» zu erhöhen. «Die Herrschaft durch Mord und Angst muss beendet werden.»
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon und der internationale Syrien-Beauftragte Kofi Annan verurteilten das «empörende und schreckliche Verbrechen» als Verletzung des Völkerrechts. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden, hiess es in ihrer gemeinsamen Erklärung.
Demnach sahen UNO-Beobachter in Hula die Leichen und hätten nach einer Untersuchung festgestellt, «dass in Wohngebieten Granaten eingesetzt wurden». Ban und Annan forderten Assad auf, die Gewalt einzustellen und den Friedensplan Annans zu befolgen. Annan will kommende Woche nach Syrien reisen.
Hillary Clinton: Diejenigen, die diese «Gräueltat» begangen hätten, müssten zur Verantwortung gezogen werden. /

Appell an UNO-Sicherheitsrat
Die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton verurteilte den Angriff ebenfalls scharf und forderte ein sofortiges Ende der Gewalt. Zuvor hatten bereits Berlin, Paris und London ihr Entsetzen angesichts der Angriffe geäussert. Die britische Regierung will in den kommenden Tagen eine Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats beantragen.
Die vor allem aus desertierten Soldaten bestehende Freie Syrische Armee (FSA) kündigte an, sie wolle sich nicht länger an den Annan-Plan halten, «wenn der Sicherheitsrat der UNO jetzt nicht die nötigen Entscheidungen trifft, um Zivilisten zu schützen».
Der UNO-Sicherheitsrat will sich am Mittwoch mit der Lage in dem Land befassen. Annans Friedensplan sieht unter anderem eine Waffenruhe vor. Diese war offiziell am 12. April in Kraft getreten, wurde aber immer wieder gebrochen.
Auch der Golfkooperationsrat meldete sich zu Wort und forderte von der internationalen Gemeinschaft, «Verantwortung zu übernehmen und das Blutbad in Syrien zu stoppen». Die Vereinigten Arabischen Emirate forderten eine Dringlichkeitssitzung der Arabischen Liga und in Kuweit demonstrierten hunderte Menschen vor der syrischen Botschaft für eine Bewaffnung der FSA.