Die Kämpfe würden auf immer mehr Landesteile übergreifen, heisst es im neuen Lagebericht der Kommission, den Pinheiro in Genf vorlegte. Wer konkret für die Massaker von Al-Hula mit mehr als 100 Toten am 25. Mai verantwortlich ist, konnte die Kommission zwar nicht feststellen. Sie geht aber nach umfangreichen Ermittlungen davon aus, dass die Täter zum Regierungslager gehören.
Die Massaker hatten weltweit einen Aufschrei der Empörung ausgelöst und zur Verurteilung des Assad-Regimes durch den UNO-Menschenrechtsrat bei einer Sondersitzung am 1. Juni geführt.
Assad verschärft Rhetorik
Dass Syrien sich im Krieg befinde, sagte am Dienstag auch der syrische Präsident in einer Rede vor dem Kabinett. Im Krieg müsse jedes politische Handeln darauf abzielen, den Konflikt zu gewinnen, sagte Assad in der im Staatsfernsehen übertragenen Ansprache.
Die Massaker in Syrien haben weltweit grosse Empörung ausgelöst. /


Sein zuvor ernanntes neues Kabinett wies er an, sich mit aller Kraft zur Niederschlagung des Aufstandes gegen ihn einzusetzen.
Bislang hatte Assad den Volksaufstand als eine Rebellion verstreuter und durch das Ausland finanzierter Kämpfer dargestellt. Forderungen westlicher Staaten nach einem Rücktritt wies der Präsident erneut zurück.
Türkei verstärkt Präsenz
Nach der Androhung von Präventivangriffen gegen Syrien begann die türkische Armee offenbar damit, ihre Präsenz an der Grenze zum südlichen Nachbarn zu verstärken. Nach Medienberichten vom wurden zusätzliche Panzereinheiten ins Grenzgebiet verlegt.
Neben Panzern sei auch Artillerie ins Grenzgebiet verlegt worden. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Dienstag erklärt, jede syrische Truppeneinheit, die sich der Grenze nähere, werde ab sofort als militärisches Ziel gewertet und bekämpft.
Unterdessen ging im östlichen Mittelmeer die Suche nach den Piloten des am Freitag von Syrien abgeschossenen Militärflugzeugs weiter. Inzwischen wurden die Helme der vermissten Piloten sowie einige Wrackteile der Maschine gefunden .