Gründe für den Einbruch seien der anhaltend schwierige Markt, der weitere Druck auf die Durchschnittserlöse, insbesondere in Europa, der starke Franken und die hohen Treibstoffpreise, teilte die Swiss am Donnerstag in einem Communiqué mit. «Die Branchenkrise trifft auch uns, und eine Trendwende ist kurzfristig nicht absehbar», schreibt Swiss-Chef Harry Hohmeister.
Immerhin kehrte die Fluggesellschaft in die schwarzen Zahlen zurück. Im ersten Quartal hatte die Swiss noch einen operativen Verlust von 4 Mio. Fr. hinnehmen müssen. Das zweite Quartal brachte wieder einen Betriebsgewinn von 65 Mio. Franken, entwickelte sich aber klar unter den Erwartungen der Swiss.
Swiss erleidet Gewinneinbruch im ersten Halbjahr. /

Sparmassnahmen
Erfreulich sei, dass die Swiss die bereits hohe Auslastung weiter habe steigern können, erklärte Hohmeister: «Dies reichte jedoch bei weitem nicht, um die sinkenden Durchschnittserlöse wettzumachen.» Die Flugpreise seien nach wie vor äusserst tief.
Die Swiss prüfe strukturelle Anpassungen, insbesondere um das Europageschäft auf eine profitable Basis zu stellen, hiess es weiter. Bereits beschlossen hatte die Lufthansa-Tochter unter anderem einen vorläufigen Einstellungsstopp in der Administration.
Zudem wurden im Frühjahr die Preise im Interkontinental- und im Europaverkehr erhöht. Und es wurden Optimierungen im Nachbarschaftsverkehr und im Treibstoffmanagement umgesetzt.
Im Einkauf und in der Administration werden gruppenweit zusätzliche Synergien geprüft. Man werde in den anstehenden Quartalen weitere strukturelle Anpassungen vornehmen. «Geprüft werden unter anderem Prozesse an Bord und am Boden, Flugzeugeinsätze und Optimierungen beim Streckennetz», teilte Swiss-Finanzchef Marcel Klaus mit.