Unsicherheit, niedrige Zinsen und die Euro-Krise hinterlassen ihre Spuren. Seit dem Jahr 2000 gab es hierzulande nur noch einen kleinen realen Vermögenszuwachs, lautet ein Fazit des neuesten Allianz Global Wealth Reports.
Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern verzeichnete die Schweiz laut dem Report im vergangenen Jahr zumindest ein bescheidenes Plus: So stieg das Netto-Geldvermögen pro Kopf um 0,6 Prozent. Insgesamt aber liegt der 2011er Wert immer noch knapp 8 Prozent unter dem Vor-Krisen-Höchstwert aus dem Jahr 2007.
Das Netto-Geldvermögen pro Kopf stieg um 0,6 Prozent. (Symbolbild) /

Netto-Geldvermögen stagniert nahezu
In noch längerer Betrachtung ist in der Schweiz nahezu eine Stagnation der Netto-Geldvermögen pro Kopf zu konstatieren (Jahresrate seit 2000: +0,3 Prozent).
Diese enttäuschende Entwicklung sei vor allem auf das schwache Wachstum des Brutto-Geldvermögens zurückzuführen. Die Entwicklung der Verbindlichkeiten sei dagegen eher verhalten ausgefallen und im europäischen Kontext nur von Deutschland noch unterschritten worden.
Im globalen Vergleich belegt die Schweiz Ende 2011 gleichwohl mit einem durchschnittlichen Netto-Geldvermögen pro Kopf von 138'060 Euro Platz Eins der Rangliste der reichsten Länder - wie in allen anderen Jahren seit 2000. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Japan und die USA.