Dabei sei ein junger Mann erschossen worden. Die Armee teilte mit, sie habe die Erstürmung des Gefängnisses der Stadt verhindert. Kurz zuvor war in Kairo in der Nähe des Tahrir-Platzes laut Aktivisten ein Mensch durch Schüsse aus einer Schrotflinte getötet worden.
Die Leute des Innenministeriums und die Milizen der Muslimbrüder würden von den Dächern der umliegenden Hotels mit Schrotflinten schiessen, sagte der Aktivist Ahmed Duma.
In Ägypten gab es bei erneuten Protesten weitere zwei Tote. (Archivbild) /

Weitere Verletzte
Aus Sicherheitskreisen hiess es, neun Soldaten und zwei Offiziere seien verletzt und zwei Polizeifahrzeuge in Brand gesteckt worden. Seit dem Beginn der Unruhen am zweiten Jahrestag des Volksaufstands gegen Präsident Husni Mubarak am Freitag wurden damit in Ägypten 51 Menschen getötet.
Die Proteste waren am Samstag weiter angeheizt worden durch ein Kairoer Gericht, das im Prozess wegen der tödlichen Ausschreitungen nach einem Fussballspiel in Port Said im vergangenen Februar 21 Menschen zum Tode verurteilt hatte.
Das Urteil löste in der Hafenstadt am Suez-Kanal gewalttätige Proteste aus. Am Sonntagabend verhängte Präsident Mohammed Mursi daher den Notstand und eine nächtliche Ausgangssperre in Port Said, Suez und Ismailija.