Sollten die USA die Lage «mit fortgesetzter Feindseligkeit» noch komplizierter machen, «dann haben wir keine andere Wahl als in einem zweiten oder dritten Schritt eine noch stärkere Aktion auszuführen», hiess es in einer Mitteilung des Aussenministeriums, die von der offiziellen Nachrichtenagentur KCNA verbreitet wurde.
Südkoreas Geheimdienst befürchtet, dass Nordkorea einen weiteren Versuch folgen lassen könnte, wie die südkoreanische Agentur Yonhap berichtete. Bei einem Treffen mit Mitgliedern des parlamentarischen Geheimdienstausschusses in Seoul habe der staatliche Geheimdienst (NIS) nicht ausgeschlossen, dass Nordkorea im Falle einer Bestrafung durch den UNO-Sicherheitsrat einen weiteren Atomtest durchführen sowie eine neue Langstreckenrakete testen könnte.
Atomwaffentest durchgeführt
Ungeachtet aller Warnungen hatte die Führung Nordkoreas am Dienstag einen neuen Atomwaffentest unternommen. Es sei nach Einschätzung des NIS zu früh, zu sagen, ob Nordkorea über die Technologie verfüge, eine einsatzbereite Atomwaffe zu bauen, berichteten die Abgeordneten nach dem Treffen in Seoul. Das Land müsse seine Technologie zur Verkleinerung von atomaren Sprengsätzen noch vervollständigen.
Machthaber Kim Jong Un. /


Der NIS spekuliere, dass Nordkorea trotz Warnungen einen neuen Atomtest unternommen habe, um unter anderem den Willen des früheren Machthabers Kim Jong Il zu erfüllen, aus seinem Land eine Atommacht machen zu wollen. Der im Dezember 2011 gestorbene Kim ist der Vater des jetzigen Machthabers Kim Jong Un.
Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats
Der UNO-Sicherheitsrat wurde wegen des Atomtests zu einer Dringlichkeitssitzung einberufen. Sie soll am Nachmittag MEZ stattfinden, hiess es in Diplomatenkreisen.
Die USA, Südkorea und europäische Mitglieder des Rates streben weitere Sanktionen gegen Nordkorea an. Nordkorea ist es per UNO-Resolutionen verboten, Raketen- oder Atomtechnik zu entwickeln.