Die versammelten Regierungschefs sollten seinem Land «erneut ein klares Zeichen der Unterstützung senden», schrieb der Ex-Boxweltmeister in einem Gastbeitrag für die deutsche Boulevard-Zeitung «Bild» vom Donnerstag gemäss einem Vorabdruck.
«Die europäischen Politiker müssen wissen: Mit der jetzigen Regierung und diesem Präsidenten wird es keine Annäherung an Europa geben.»
Seit der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch Ende November ein geplantes Assoziierungsabkommen mit der EU gestoppt hatte, wird das Land von prowestlichen Massendemonstrationen beherrscht.
Boxweltmeister als Protestanführer
Klitschko gehört zu den Anführern des Protests, der sich vor allem auf dem zentralen Platz in Kiew, dem Maidan, abspielt.
Oppositionsführer Vitali Klitschko. /


Die Regierungskritiker fürchten, dass Janukowitsch das Land stärker an Russland statt an Europa bindet.
«Die Menschen auf dem Maidan wollen keine Zollunion, sie wollen näher an die europäische Union rücken», schrieb Klitschko in dem Beitrag. «Wir wollen mit Reformen Wohlstand erreichen und nicht länger hinnehmen, dass durch die Korruption nur einige wenige im Reichtum leben.»