Das sagte Klitschko am Freitag bei einer Parlamentssitzung in Kiew. Die Abstimmung ist für den 25. Mai geplant. Zuletzt hatte es widersprüchliche Aussagen um Timoschenkos Pläne gegeben.
Dass die beiden Politiker, die gemeinsam für einen Machtwechsel in der Ex-Sowjetrepublik gekämpft hatten, nun in Konkurrenz treten könnten, sieht Klitschko scheinbar mit gemischten Gefühlen.
«Ich sehe nichts Schlechtes, aber es wird sehr seltsam aussehen, wenn die (einstigen) Oppositionskräfte konkurrieren werden. Ich hoffe, dass die Konkurrenz, wenn es sie geben sollte, ehrlich, transparent und nach modernen europäischen Standards abläuft», sagte Klitschko.
Die an einem Bandscheibenvorfall leidende Timoschenko hatte mitteilen lassen, das Angebot einer Behandlung in Berlin anzunehmen. In Kiew mehrten sich zuletzt Berichte, wonach die 53-Jährige ausserhalb der Öffentlichkeit ohne Rollstuhl zu sehen ist und eigenständig geht.
Janukowitsch: «Nicht abgesetzt»
Der entmachtete ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch hat derweil seinen Anspruch auf das Präsidentenamt erneut bekräftigt. Er sei «nicht abgesetzt» worden, sondern habe das Land nach Drohungen verlassen.
Das sagte Janukowitsch am Freitag bei einer Medienkonferenz im russischen Rostow am Don.
Zuletzt hatte es widersprüchliche Aussagen um Timoschenkos Pläne gegeben. /


Er halte sich weiter für den rechtmässigen Staatschef der Ukraine, sagte er weiter. In seinem Land sei eine faschistische Minderheit an die Macht gekommen.
Janukowitsch warf dem Westen eine «unverantwortliche Politik» in der früheren Sowjetrepublik vor. Er bat zudem Russland um Hilfe bei der Lösung der Krise in seinem Land. Russland könne bei solchen Problemen seines Nachbarn nicht einfach zuschauen, sagte der Politiker. Es war sein erster öffentlicher Auftritt seit seiner Flucht aus der Ukraine.
Kremlchef Wladimir Putin müsse seine bisherige Zurückhaltung aufgeben, meinte Janukowitsch. Er sprach sich allerdings gegen eine Militärintervention aus.
Aussenminister besorgt über Lage auf der Krim
Die Flughäfen auf der Halbinsel Krim im Süden der Ukraine sind wieder unter Kontrolle der staatlichen Sicherheitsorgane. Jedenfalls behaupteten das offzielle ukrainische Stellen am Freitagnachmittag. Es habe einen Versuch gegeben, die Flughäfen zu besetzen, sagte der Chef des Nationalen Sicherheitsrates, Andrej Parubij, am Freitag in Kiew.
Die Aussenminister von Deutschland, Polen und Frankreich äusserten sich in einer gemeinsamen Erklärung «zutiefst besorgt» über die Spannungen auf der Krim. «Es muss alles unternommen werden, um die Spannungen in den östlichen Regionen des Landes zu vermindern und einen friedlichen Dialog zwischen allen beteiligten Kräften zu fördern», forderten Frank-Walter Steinmeier, Radoslaw Sikorski und Laurent Fabius.