Wie Militärvertreter und Augenzeugen am Sonntagabend sagten, wurden der von den schiitischen Rebellen besetzte Präsidentensitz und ein Stützpunkt von mit den Huthis verbündeten Einheiten beschossen. Die Feuerpause war zuvor trotz Verlängerungsappellen um 22.00 Uhr zu Ende gegangen.
Die arabische Militärallianz unter Führung Saudi-Arabiens hatte die Feuerpause angesichts der katastrophalen humanitären Lage im Jemen ausgerufen. Sie galt von Dienstagabend bis Sonntagabend.
Während der Feuerpause war es möglich, Hilfsgüter an die Bevölkerung zu verteilen. /


Dadurch sollte die Verteilung von Hilfsgütern an die Zivilbevölkerung ermöglicht werden. Die Luftangriffe der Militärallianz wurden ausgesetzt, am Boden wurde dagegen auch am Wochenende vereinzelt gekämpft.
Aufruf zur Verlängerung
Der UNO-Sondergesandte Ismail Ould Cheikh Ahmed hatte zuvor bei einem Jemen-Krisentreffen in Riad noch dazu aufgerufen, die Feuerpause um mindestens fünf Tage zu verlängern. «Diese humanitäre Feuerpause sollte zu einer dauerhaften Waffenruhe werden», forderte Ahmed bei der Konferenz in der saudiarabischen Hauptstadt.
Eine sunnitisch-arabische Militärallianz unter Führung Saudi-Arabiens hatte am 26. März Luftangriffe gestartet, um den Vormarsch der schiitischen Huthis zu stoppen und dem nach Riad geflohenen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi zurück an die Macht zu verhelfen. Nach UNO-Angaben wurden im Jemen seit Ende März mehr als 1500 Menschen getötet.