Von den Grossregionen habe sich einzig in Zürich und im Tessin die Lage geringfügig entspannt, meldete das Bundesamt für Statistik (BFS).
Im bevölkerungsreichsten Kanton erhöhte sich die Leerwohnungsziffer innert Jahresfrist von 0,61 auf 0,66 Prozent, in der Südschweiz ging die Quote von 0,76 auf 0,79 Prozent hoch.
Am wenigsten leere Wohnungen hat der Kanton Genf. Am meisten leere Wohnungen sind hingegen in Kanton Glarus und Jura verfügbar.
In 18 Kantonen gingen laut BFS die Leerstände zurück, in acht Kantonen nahmen sie zu.
Der Trend geht in Richtung Wohnungsknappheit. /


Der grösste Leerstandsrückgang von 1,59 auf 1,14 Prozent weist Appenzell Ausserrhoden auf.
Die Ostschweiz, das Mittelland, sowie die Nordwestschweiz plagt die Wohnungsnot generell weniger stark als andere Landesteile. Aber auch dort gingen die Leerstände deutlich zurück.
Die Zentralschweiz mit einem Leerwohnungsbestand von 0,64 Prozent (0,74 Prozent) und die Genferseeregion mit 0,55 Prozent (0,64 Prozent) haben indessen ähnlich tiefe Leerstandziffern wie der für die Wohnungsknappheit berüchtigte Ballungsraum Zürich.
Politischer Passivität
Die gegenwärtige Entwicklung sei eine Folge politischer Passivität, schreibt der Schweizerische Mieterinnen- und Mieterverband in einer Reaktion auf die jüngsten BFS-Daten. Es fehle an bezahlbaren Mietwohnungen namentlich in Städten und Agglomerationen, und die Wohnungsknappheit treibe die Mieten in die Höhe.
Der Mieterverband kritisiert, dass man sich bisher zu sehr auf Marktkräfte verlassen habe. Es seien nun verstärkt Massnahmen zur Wohnbauförderung und für bessere Rahmenbedingungen zugunsten des Baus und Erhalts von günstigen Wohnungen notwendig, um dem Engpass entgegenzuwirken